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Kuka, Spotify, Fielmann Die Quartalszahlen des Tages

Bis 2021 will Kuka 300 Millionen Euro einsparen. Quelle: dpa

Kuka startet mit guten Zahlen ins Geschäftsjahr, Fielmann punktet mit starkem Wachstum und Covestro muss, wie erwartet, einen deutlichen Gewinnrückgang präsentieren. Die Ergebnisse im Überblick.

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In diesen Tagen legen viele Unternehmen ihre Bilanzen und Quartalsberichte vor. Ein Überblick über die wichtigsten Zahlen des Montags:

Kuka meldet ordentlichen Start ins Geschäftsjahr

Nach den schwachen Geschäftszahlen im vergangenen Jahr hat der Roboterbauer Kuka im ersten Quartal 2019 ein deutliches Ergebnisplus erzielt. Der Nachsteuergewinn kletterte in dem Dreimonatszeitraum um mehr als die Hälfte auf 15 Millionen Euro, wie das Augsburger Unternehmen mitteilte. Der Umsatz blieb mit 738 Millionen Euro allerdings ebenso wie der Auftragseingang mit 895 Millionen Euro knapp unter dem Wert des ersten Quartals 2018. Im vergangenen Jahr musste Kuka mehrfach seine Ziele zurückschrauben, Vorstandschef Peter Mohnen sprach von einem „nicht zufriedenstellenden“ Ergebnis. Bis 2021 will das Unternehmen deswegen 300 Millionen Euro einsparen, bereits in diesem Jahr werden in Augsburg 350 von 4000 Stellen gestrichen. So will Kuka 2019 den Jahresumsatz von 3,2 auf 3,3 Milliarden Euro erhöhen, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll sich auf etwa 115 Millionen Euro mehr als verdreifachen. „Wir rechnen aufgrund unserer Markterwartungen mit einer weiteren Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte“, sagte Mohnen. Kuka gehört mehrheitlich dem chinesischen Midea-Konzern.

Fielmann wächst profitabel

Die Optikerkette Fielmann hat den Gewinn zu Jahresbeginn stärker als den Umsatz gesteigert. Während die Umsatzerlöse in den ersten drei Monaten um 6,3 Prozent auf rund 372 Millionen Euro kletterten, legte der Vorsteuergewinn um fast zehn Prozent auf 67 Millionen Euro zu, wie das börsennotierte Familienunternehmen am Montag in Hamburg mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ergebnis von 65 Millionen Euro gerechnet. Den Brillenabsatz steigerte Fielmann im Auftaktquartal um drei Prozent auf 1,99 Millionen Stück. Das deutet darauf hin, dass erneut mehr aufwändige Gleitsichtbrillen verkauft wurden, an denen das Unternehmen mehr verdient.

Für das Gesamtjahr zeigte sich der Vorstand zuversichtlich, gab wie üblich aber keine konkreten Geschäftsziele bekannt. Für 2019 und 2020 stellte Fielmann Investitionen von insgesamt mehr als 200 Millionen Euro in den Ausbau des Filialnetzes, die Digitalisierung und die internationale Expansion in Aussicht. Ende März betrieb Fielmann 737 Niederlassungen, 13 mehr als vor Jahresfrist. Darunter waren 198 (Vorjahr: 184) Standorte mit Hörakustikstudios, ein Bereich, in dem auch andere Brillenhersteller wachsen.

Spotify steigert Umsatz über Markterwartungen

Der Musik-Streamingdienst Spotify hat im ersten Quartal seinen Umsatz deutlich erhöht und damit die Markterwartungen übertroffen. Die Erlöse seien auf 1,51 Milliarden Euro von zuvor 1,14 Milliarden Euro gestiegen. Analysten hatten mit 1,47 Milliarden gerechnet. Spotify profitierte von einer gestiegenen Zahl von Abonnenten im Premium-Bereich, die den Großteil der Einnahmen ausmachen. Ihr Zahl kletterte um rund ein Drittel.


Philips bleibt hinter Markterwartungen zurück

Der niederländische Konkurrent der Siemens-Tochter Healthineers, Philips, hat im ersten Quartal etwas schwächer abgeschnitten als erwartet. Der niederländische Medizintechnikkonzern steigerte das operative Ergebnis (Ebita) um sechs Prozent auf 364 Millionen Euro und blieb damit hinter den Analystenschätzungen von 371 Millionen Euro zurück. Auch beim Umsatz fiel der Zuwachs mit einem Plus von zwei Prozent schwächer aus als erwartet.

Gewinneinbruch bei Covestro zum Jahresauftakt

Der Kunststoff-Hersteller Covestro ist wie erwartet mit einem deutlichen Gewinnrückgang ins Jahr gestartet. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) fiel im ersten Quartal um 58 Prozent auf 442 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Unter dem Strich blieben 179 Millionen Euro, ein Minus von 72 Prozent binnen Jahresfrist. Gestiegener Wettbewerb und ein deutlicher Preisrückgang setzen dem Leverkusener Unternehmen zu. Zudem ging der Absatz im Kerngeschäft leicht zurück. Der Umsatz fiel um 16 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

Für 2019 geht der Vorstand weiterhin von einem Mengenwachstum im Kerngeschäft im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Das Betriebsergebnis soll zwischen 1,5 und 2,0 Milliarden Euro liegen, im zweiten Quartal wird ein Wert auf dem Niveau des ersten Jahresviertels erwartet.

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