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Kunststoffhersteller Covestro rechnet mit schwierigem Jahr 2020

Der Gewinn der Kunststoffherstellers ist 2019 um fast die Hälfte gefallen, die Aussichten sind mau. Covestro beschleunigt nun sein Sparprogramm.

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Im vergangenen Jahr hinterließ hoher Wettbewerbsdruck tiefe Spuren in der Bilanz des Unternehmens. Quelle: dpa

Nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr stellt sich der Kunststoffhersteller Covestro 2020 auf eine weitere Durststrecke ein. Der Leverkusener Dax-Konzern geht von einem Mengenwachstum im Kerngeschäft im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus.

Das Betriebsergebnis (Ebitda) dürfte auf 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro weiter sinken, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. 2019 war es um knapp 50 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro gefallen. „Auch 2020 wird für uns herausfordernd bleiben“, sagte Vorstandschef Markus Steilemann. Die finanziellen Auswirkungen der Coronavirus-Krise in China seien noch nicht vollumfänglich abzusehen.

Der Vorstand will gegensteuern. „Im aktuellen Marktumfeld werden wir nur dann erfolgreich sein, wenn wir uns noch effizienter aufstellen, Projekte priorisieren und Investitionen hinterfragen, um uns die notwendige finanzielle Flexibilität zu bewahren“, sagte Finanzchef Thomas Toepfer.

Sein Sparprogramm habe Covestro beschleunigt. Alle bestehenden und geplanten Investitionen würden erneut überprüft. Dadurch sollen im laufenden Geschäftsjahr zusätzlich rund 200 Millionen Euro eingespart werden. Weitere Stellenstreichungen seien aber nicht geplant, erklärte ein Sprecher. Im Rahmen seines Sparprogramms hatte der Konzern bereits im Herbst 2018 angekündigt, dass bis Ende 2020 rund 900 Stellen weltweit wegfallen sollen, 400 davon in Deutschland.

Im vergangenen Jahr hinterließ hoher Wettbewerbsdruck tiefe Spuren in der Bilanz des Unternehmens. Der Nettogewinn sank um knapp 70 Prozent auf 552 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen gleichwohl eine unveränderte Dividende von 2,40 Euro je Aktie erhalten.

„Das Jahr 2019 war geprägt durch eine Reihe geopolitischer und gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten. Die Nachfrage nach unseren Materialien ist dennoch intakt“, urteilte Steilemann. Der Umsatz sank aber wegen gesunkener Verkaufspreise um gut 15 Prozent auf rund 12,4 Milliarden Euro.

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