Kunststoffspezialist Balda AG steuert auf Machtkampf zu

Exklusiv

Bei dem börsennotierten Kunststoffspezialisten Balda könnte es auf der gerichtlich einberufenen Hauptversammlung im Juli heiß her gehen.

Balda AG Quelle: dpa

Der börsennotierte ostwestfälische Kunststoffspezialist Balda, der sich aktuell auf Medizintechnik, die optische Industrie und die Automobilindustrie konzentriert, steuert auf einen Machtkampf zu. Balda-Großaktionär Thomas van Aubel, Anwalt in Berlin, hat gerichtlich die Einberufung einer Hauptversammlung für den 18. Juli in Berlin durchgesetzt, auf der er den dreiköpfigen Aufsichtsrat komplett austauschen will. Aubel hält knapp 30 Prozent der Balda-Anteile.

Offiziell herrscht bei Balda Unkenntnis, welche strategische Neuausrichtung der Großaktionär plant. „Elector hat bis heute nicht erklärt, welche strategischen Ziele der Aktionär mit ­seiner Beteiligung an Balda verfolgt“, sagte Michael Naschke, Balda-Aufsichtsratschef und Ex-Kanzlei-Partner van Aubels. Als Indiz für eine mögliche Neuausrichtung hin zur Solarenergie werten Finanzkreise, dass sich offenbar der Chef der Berliner Solarfirma Alea Energy, Thomas Krupke, in die Vorbereitung der Hauptversammlung eingeschaltet hat. Van Aubel sitzt im Alea-Aufsichtsrat.

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