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Kupferhütte EU-Kommission untersagt Verkauf von Aurubis-Sparte an Wieland

Die EU-Kommission hat den Verkauf von Aurubis Walzproduktsparte an die Wieland-Werke verboten. Sie befürchtet ein marktbeherrschendes Unternehmen.

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Noch im August war Aurubis zuversichtlich, dass der Verkauf genehmigt werden würde. Quelle: dpa

Brüssel, Hamburg Die EU-Kommission hat die Pläne von Europas größter Kupferhütte Aurubis für den Verkauf ihrer Walzproduktsparte an die Ulmer Wieland-Werke durchkreuzt. Durch den Zusammenschluss wäre ein marktbeherrschendes Unternehmen mit der Folge eines geringeren Wettbewerbs bei Kupferwalzprodukten und höherer Preise für die verarbeitende Industrie entstanden, erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch in Brüssel. Die von Wieland angebotenen Abhilfemaßnahmen reichten nicht aus, um die Bedenken auszuräumen.

Die beiden Konzerne hatten sich vor einem Jahr auf den Verkauf der Sparte mit rund 1900 Mitarbeitern, einem jährlichen Ausstoß von 230.000 Tonnen Kupfer und Kupferlegierungen und einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro geeinigt. Daraufhin hatte die EU Bedenken angemeldet und eine vertiefte Prüfung eingeleitet. Gleichwohl gab sich Aurubis noch im August zuversichtlich, dass der Verkauf am Ende genehmigt werden würde.

Die Sparte Flachwalzprodukte umfasst Werke in den USA, den Niederlanden, Finnland und Deutschland, Kundencenter in der Slowakei, Italien und Großbritannien sowie die weltweite Verkaufsorganisation. Außerdem zählt ein Anteil von 50 Prozent an der Tochter Schwermetall dazu. Die andere Hälfte der Anteile liegt bereits bei den Wieland-Werken.

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