„Längst nicht alles gut“ Bayer peilt 2022 deutliches Ergebnisplus an

Bayer peilt einen Umsatzanstieg von rund 46 Milliarden Euro für 2022 an. Quelle: imago images

Nachdem der Pharma- und Agrarkonzern letztes Jahr einen Ergebnisrückgang verzeichnen musste, soll es für 2022 wieder aufwärts gehen. Insgesamt plant Vorstandschef Baumann mit einem Umsatzanstieg von 46 Milliarden Euro.

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Negative Währungseffekte und höhere Kosten haben Bayer im vergangenen Jahr einen Ergebnisrückgang eingebrockt. 2022 soll es aber wieder aufwärts gehen: Umsatz und Ergebnis sollen deutlich zulegen, wie der Leverkusener Pharma- und Agrarkonzern am Dienstag mitteilte. Vorstandschef Werner Baumann peilt bereinigt um Währungseffekte einen Umsatzanstieg auf rund 46 Milliarden Euro an und ein Ergebnis vor Sondereinflüssen (Ebitda) von etwa zwölf Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um 6,5 Prozent auf gut 44 Milliarden Euro, währungsbereinigt stand ein Plus von knapp neun Prozent zu Buche. Das Ergebnis sank um 2,5 Prozent auf 11,18 Milliarden.

Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von zwei Euro je Aktie erhalten. Baumann sprach von einem erfolgreichen Jahr für Bayer. Die Geschäfte seien in allen drei Sparten besser gelaufen als erwartet und der Konzern habe seine angepassten Prognosen übertroffen. „Wir sind also auf dem richtigen Weg“, betonte er im Geschäftsbericht. „Aber wir wissen natürlich, dass längst nicht alles gut ist – insbesondere mit dem Verlauf unseres Aktienkurses im vergangenen Jahr können wir nicht zufrieden sein.“

Als wichtigsten Grund machte Baumann dafür eine Zurückhaltung der Anleger wegen des nach wie vor unklaren Ausgangs des milliardenschweren Glyphosat-Rechtsstreits in den USA aus. Baumann zeigte sich zuversichtlich, dass der Oberste Gerichtshof in den USA den Berufungsantrag des Unternehmens im Fall des kalifornischen Klägers Edwin Hardeman annimmt. „Dass der Supreme Court eine Stellungnahme der US-Regierung angefragt hat, werten wir als ein grundsätzlich positives Zeichen.“

Wenn das Gericht letztendlich zu Gunsten von Bayer entscheiden würde, könnte das die Rechtsstreitigkeiten weitestgehend beenden, bekräftigte er. Bayer geht nunmehr davon aus, dass von inzwischen insgesamt etwa 138.000 angemeldeten Ansprüchen rund 107.000 verglichen sind oder aus verschiedenen Gründen nicht die Vergleichskriterien erfüllen.

Mehr zum Thema: Zuletzt wartete Bayer mit richtig guten Nachrichten aus der Medikamenten-Sparte auf. Doch die frohen Botschaften verfangen nicht, Milliardenrisiken aus der Monsanto-Übernahme belasten Bayer weiterhin.

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