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Laut Commerzbank Gute Aussichten für deutsche Chemie-Industrie

Weltweit steigt der Bedarf nach chemischen Produkten. Trotz starker Konkurrenz und teurer Energie kann auch die deutsche Chemie-Industrie davon profitieren.

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Eine Arbeiterin in der Chemie-Industrie Quelle: dpa

Die deutsche Chemie-Industrie hat einer Studie zufolge im laufenden Jahr gute Aussichten auf Wachstum. Vor allem Anbieter von Spezial-Chemikalien könnten wegen ihrer hohen Innovationskraft 2016 einen Produktionszuwachs von knapp 3 Prozent erreichen, heißt es in einer Branchenstudie der Commerzbank. Vorteilhaft sei dabei die enge Verzahnung mit heimischen Forschungseinrichtungen sowie mit industriellen Partnern und Kunden.

Die Unternehmen der Grundstoffindustrie profitieren nach Einschätzung der Commerzbank-Analysten vom niedrigen Ölpreis, der den Kostenabstand zur internationalen Konkurrenz verringere. Sie könnten einen leichten Produktionszuwachs von 0,5 Prozent erreichen.

Die größten Chemiekonzerne der Welt
Platz 10 - PPG Industries (USA) Quelle: AP
Linde Quelle: dpa
Platz 8: Air Liquide (Frankreich) Die Erfindung von flüssiger Luft legte den Grundstein für einen Weltkonzern. Im vergangenen Jahr kam der französische Chemieriese auf einen Umsatz von 19,08 Milliarden Dollar. Quelle: obs
Platz 7: Henkel (Deutschland)Weltweit ist der Düsseldorfer Konzern bekannt für seine Marken Persil, Pril oder Pritt. Mit einem Umsatz von 19,69 Milliarden Dollar spielt der Dax-Konzern auch unter den internationalen Chemieriesen vorne mit. Quelle: dpa
Platz 6: Dupont (USA)Der komplette Name des amerikanischen Chemieriesens lautet „E I Du Pont de Nemours“. Das geht zurück auf die französischen Gründer, die in die USA emigriert waren und dort 1802 begannen, Sprengstoffe zu produzieren. Heute macht das Unternehmen in über 80 Ländern weltweit einen Umsatz von insgesamt 24,6 Milliarden Dollar. 2017 erfolgte die Fusion mit dem Rivalen Dow Chemical zum größten Chemiekonzern der Welt. Quelle: dpa
LyondellBasell Industries (Niederlande) Quelle: REUTERS
Platz 4 - Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien) Quelle: SABIC

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Utz Tillmann, betonte die Bedeutung der Pharma-Industrie für die Verbundstruktur der Industrie. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Pharma-, Spezial- und Basischemie gebe es nicht nur auf der gemeinsamen Grundlage von Molekülen für Wirk- und Werkstoffe, sondern auch in den intensiven Geschäftsbeziehungen der Unternehmen. Die Chemie spiele im Netzwerk der Industrie eine zentrale Rolle als Innovationsmotor. Mehr als 80 Prozent ihrer Produktion gingen an industrielle Abnehmer etwa aus den Bereichen Auto, Bau und Maschinenbau.

Nach wie vor sei die Energiepolitik die Achillesferse der Wettbewerbsfähigkeit, erklärte der VCI-Vertreter. „Häufig wechselnde gesetzliche Vorgaben und unzählige staatliche Eingriffe in den Energiemarkt erzeugen hohe Planungsunsicherheit in den Unternehmen - und damit Zurückhaltung bei Investitionen. Gleichzeitig drohen die Kosten für die Energiewende aus dem Ruder zu laufen.“

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