Lebensmittelkonzern Nestlé verkauft Alete an Investoren

Der Nahrungsmittelkonzern verkauft seine Babynahrungsmarken Alete und Milasan an Privatinvestoren. Die neuen Eigner kündigten bereits Investitionen an.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé trennt sich von seiner Traditionsmarke Alete. Quelle: AP

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé verkauft seine Babynahrungsmarken Alete und Milasan an private Investoren. Mit dem Werk im oberbayerischen Weiding gehen sie zum Jahr 2015 auf die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft BWK und den Privatinvestor Horst Jostock über, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Man habe den neuen Eigner "bewusst ausgewählt, um die Zukunft der Marken sowie die Fortführung von Arbeitsverhältnissen im Werk Weiding sicherzustellen", heißt es von Seiten Nestlés.

Die neuen Eigner kündigten Investitionen an. In dem Werk arbeiten laut Nestlé rund 300 Beschäftigte. Jostock soll für die operative Führung verantwortlich sein, teilte BWK mit. Deren Geschäftsführer Jochen Wolf sagte, man sei von der Zukunft der Marken überzeugt. Jostock fügte hinzu, man freue sich sehr, "zwei ausgesprochen renommierte Marken zu übernehmen."

Zum Kaufpreis sowie zu den Alete-Umsätzen aus der Vergangenheit vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Die Marke existiert seit mehr als 75 Jahren. Der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé will sein Geschäft mit Säuglingsnahrung in Deutschland und Österreich auf die Marke Beba fokussieren. Der Schritt sei Bestandteil eines "kontinuierlichen Portfolio-Managements", teilte Nestlé mit.

BWK ist nach eigenen Angaben eine der größten deutschen Kapitalbeteiligungsgesellschaften für den Mittelstand, die derzeit mit rund 200 Millionen Euro an zwölf Unternehmen beteiligt ist.

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