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Lichtkonzern Osram erhöht Prognose und rechnet mit schnellerer Erholung der Märkte

Der Lichtkonzern hat seine Jahresprognose überraschend erhöht. Weitere Corona-Lockdowns sind aber nicht in der Rechnung inbegriffen.

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Das Unternehmen erwartet eine raschere Erholung in mehreren Märkten. Quelle: dpa

Beim Münchner Lichttechnik-Konzern Osram erholt sich das im Vorjahr von der Coronakrise getroffene Geschäft schneller als gedacht. Der scheidende Vorstandschef Olaf Berlien schraubte deshalb die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende September) am Dienstag nach oben: Der Umsatz soll nun um 10 bis 14 Prozent zulegen, die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll bei 12 bis 15 Prozent liegen.

Bisher war das Traditionsunternehmen von einem Umsatzwachstum von maximal zehn Prozent und einer Marge von neun bis elf Prozent ausgegangen. Im ersten Quartal (Oktober bis Dezember) lag der Umsatz mit rund 840 Millionen Euro auf Vorjahresniveau, das bereinigte Ebitda war mit 162 Millionen Euro 42 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Berlien führte den Gewinnsprung auf die Beschleunigung der Sanierungsmaßnahmen in der Coronakrise zurück: „Die Maßnahmen, die wir schon mit den ersten Krisenanzeichen gestartet haben, schlagen sich klar in unserem positiven Geschäftsverlauf wider.“ Das Ziel, bis 2022 rund 300 Millionen Euro einzusparen, werde schon in diesem Geschäftsjahr erreicht. Schon im November hatte Berlien auf die anziehende Nachfrage nach Autos verwiesen, für die Osram LEDs liefert.

Auch der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft (free cash-flow) soll 2020/21 höher ausfallen als geplant: Osram geht nun von einem Cash-flow von 70 bis 130 Millionen Euro aus; bisher hatte Berlien nur mit einem kleinen zweistelligen Millionenbetrag gerechnet. Er will nach der Übernahme durch den österreichischen Sensor-Spezialisten AMS spätestens Ende Februar den Hut nehmen.

Die Zahlen gaben der AMS-Aktie kräftig Auftrieb: Sie stieg an der Schweizer Börse um 7,7 Prozent auf 22,04 Franken. Osram legten in Frankfurt um 0,7 Prozent auf 52 Euro zu.

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