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Lkw-Hersteller Langjähriger MAN-Betriebsratschef Athanasios Stimoniaris geht

Der 50-Jährige verlässt den Lkw-Hersteller aus persönlichen Gründen. Zuvor hatte es Berichte über einen Streit mit dem MAN-Management gegeben.

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Die VW-Tochter streicht bis Ende kommenden Jahres 3500 Arbeitsplätze – deutlich weniger als ursprünglich geplant. Quelle: dpa

Inmitten der Sanierung und personellen Neuausrichtung scheidet bei dem zur Volkswagen-Tochter Traton gehörenden Lkw- und Bus-Hersteller MAN der langjährige Betriebsratschef aus. Athanasios Stimoniaris verlasse das Unternehmen zum 31. August aus persönlichen Gründen, teilte MAN Truck & Bus am Dienstag mit. Genauere Angaben zum Ausscheiden des 50-Jährigen machte das Unternehmen in der knappen Mitteilung nicht. Stimoniaris selbst war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Stimoniaris hatte den Tarifvertrag zur Restrukturierung des kriselnden Traditionsunternehmens mit MAN-Chef Andreas Tostmann ausgehandelt. MAN streicht bis Ende kommenden Jahres 3500 Arbeitsplätze - deutlich weniger, als ursprünglich geplant.

Tostmann und Traton-Chef Matthias Gründler hatten eigentlich 9500 der weltweit 36.000 Arbeitsplätze abbauen wollen, sich nach einer Klage des Betriebsrats vor dem Arbeitsgericht aber auf den geringeren Abbau geeinigt. Werke im österreichischen Steyr und in Plauen wurden verkauft.

Das „Manager-Magazin“ hatte berichtet, Stimoniaris liege mit dem MAN-Management überkreuz. Das sei einer der Gründe, warum die Sanierung nicht vorankomme. Stimoniaris gehörte zuletzt neben den Aufsichtsräten von Traton und MAN auch dem Kontrollgremium von Volkswagen an.

Tostmann wies Gerüchte zurück, er solle abgelöst werden. „Mein Auftrag ist es, den Zukunftsplan für MAN umzusetzen“, sagte er dem Handelsblatt. Traton-Chef Gründler will Berichten zufolge am 15. September eine neue Strategie für das Unternehmen präsentieren. In der Holding gilt MAN als Sorgenkind, die Rendite hinkt der der schwedischen Schwestermarke Scania weit hinterher.

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