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Luftfahrt-Branche Zulieferer FACC will zehn Millionen Euro von Ex-Vorständen

Ein Betrugsfall kostete den Luftfahrzulieferer FACC 2016 mehr als 54 Millionen Euro. Jetzt verklagte das Unternehmen zwei ehemalige Vorstände.

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Zulieferer FACC verlangt knapp zehn Millionen Euro von zwei ehemaligen Vorständen, die eine Mitschuld an den Betrugsfällen in den Jahren 2015/2016 trugen. Quelle: dpa

Ried im Innkreis Der österreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat nach einem teuren Betrugsfall zwei ehemalige Vorstände auf zehn Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Die Beklagten hätten die Einrichtung eines angemessenen internen Kontrollsystems versäumt und die Pflicht zur kollegialen Zusammenarbeit und Überwachung verletzt, zitierte das Landgericht Ried im Innkreis am Montag die Kläger.

Hintergrund ist ein Betrugsfall, der die Firma 54 Millionen Euro gekostet hatte. Rund um den Jahreswechsel 2015/2016 hatten sich Betrüger einer FACC-Mitarbeiterin gegenüber als Firmenchefs ausgegeben und die Überweisung von Geld veranlasst. Kurz darauf wurden die Finanzchefin und der damalige Firmenchef abberufen. Die Beklagten bestritten ein schuldhaftes Verhalten, heißt es in der Mitteilung des Landgerichts weiter.

Das Unternehmen gehört seit 2009 mehrheitlich der staatlichen Aviation Industry Corporation of China. Zuletzt hatte FACC von Airbus einen Großauftrag über 230 Millionen Euro zur Fertigung des Eingangsbereichs der A320-Flotte erhalten. Die Firma erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 760 Millionen Euro.

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