Luftfahrtmesse Die Airbus- und Boeing-Show

Bei der wichtigsten Luftfahrtmesse des Jahres in dieser Woche in London stehen immer noch alle Zeichen auf Wachstum – trotz der schwachen Weltkonjunktur kann die Branche nicht genug neue Flugzeuge bauen, gerade wegen steigender Umweltauflagen.

Der ewige Zweikampf
An employee walks past an A320 plane under construction at the final assembly line of Airbus factory Quelle: REUTERS
 A Boeing 737 MAX airplane is pictured in this undated handout photo Quelle: REUTERS
A Bombardier employee installs parts Quelle: REUTERS
787 Dreamliner Quelle: REUTERS
Christoph Franz, chairman and CEO of Deutsche Lufthansa AG, poses for a picture beside a model of the Lufthansa Boeing 747-8 Intercontinental Quelle: dpa
Ein Airbus 380 faehrt ueber das Rollfeld des Flughafens Muenchen "Franz Josef Strauss" Quelle: dapd
 Die EADS Co-Chefs Tom Enders, links, und Louis Gallois posieren mit einem Model eines Airbus A350 Quelle: AP

Eigentlich müsste die Stimmung gedämpft sein, wenn sich die Flugbranche dieser Tage in Farnborough bei London zur größten Luftfahrtmesse des Jahres trifft. Die Weltkonjunktur schwächelt, die europäischen Banken haben – trotz des neuen Flugzeugpfandbriefs - anderes Sorgen als in großem Stil Flugzeuge zu finanzieren und der Konflikt um die Einbeziehung der Airlines in das Emissionshandelssystem der EU ist am Anfang eines Handelskriegs mit den Flugzeugherstellern als Geiseln und zu schlechter Letzt wachsen die Umweltauflagen sowie der Widerstand gegen Flughafenausbauten.

Tatsächlich dürfte die Laune bei allen der wahrscheinlich 250.000 Besucher bestens sein. Die Branche strotzt vor Kraft und allein die Marktführer Airbus und Boeing rechnen mehre oder weniger offen damit, in den kommenden Tagen wie vor eine Jahr in Paris Verkäufe von mehr als 1000 Maschinen mit einem Wert von gut 40 Milliarden Euro zu vermelden – mehr als die Branche derzeit in einem Jahr produzieren kann. Denn die Branche ist in der äußerst angenehmen Situation, dass ihr die Flieger derzeit geradezu aus den Händen gerissen werden. Bereits jetzt sind Boeing und Airbus für die nächsten Jahre praktisch ausverkauft und wenn eine Fluglinie oder eine Leasinggesellschaft noch vor 2017 ein neues Flugzeug bekommen will, könnte diese Messe die letzte Gelegenheit dazu sein. Auch darum haben beide Hersteller zuletzt ihre Marktaussichten angehoben und wollen in den kommenden 20 Jahren nun bis zu 34.000 Flugzeuge zu verkaufen – zwei Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Wie Boeing und Airbus den Flugzeugmarkt der kommenden 20 Jahre einschätzen

GrößenklasseWichtigste ModelleAnzahl / Anteil Gesamtmarkt (%)Wert-Anteil Gesamtmarkt (%)
BoeingAirbusBoeingAirbus
Sehr Groß (+400 Passagiere)Airbus A380 / Boeing 747740 / zwei Prozent1,331 / fünf Prozentsechs Prozent14 Prozent
Groß (201 bis 400 Passagiere)Airbus A350 / Boeing 7877,950 / 24 Prozent6,425 / 24 Prozent46 Prozent43 Prozent
Mittel (91 bis 200 Passagiere)Airbus A320 / Boeing 737 / Bombardier C-Series23,240 / 68 Prozent19,165 / 71 Prozent46 Prozent43 Prozent
Klein (70 bis 90 Passagiere)Embraer E-1702,020 / sechs Prozentk.A.80 / zwei Prozentk.A.
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