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Maschinenbau 3D-Druckerhersteller SLM Solutions senkt Prognose erneut

Ein gescheiterter Übernahmeversuch von SLM Solutions belastet den Ex-Tec-Dax-Konzern weiterhin. Das geht soweit, dass der Konzern wiederholt seine Prognosen senkt.

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Ein 3D Drucker des Unternehmens SLM Solutions in Lübeck. Quelle: dpa

Lübeck Der 3D-Druckerhersteller SLM Solutions hat zum wiederholten Male die Prognose gesenkt. So dürfte der Umsatz 2018 im zweistelligen Prozentbereich sinken, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Lübeck mit. Im Vorjahr hatte SLM 82,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Zuletzt war der Konzern von 90 bis 100 Millionen Euro Umsatz ausgegangen, ursprünglich sogar mal von einem Wert von bis zu 125 Millionen.

Die Rendite - auf Basis des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) - dürfte im negativen zweistelligen Bereich ausfallen - bei der jüngsten Prognosesenkung Anfang November war SLM noch von einem positiven einstelligen Prozentbereich ausgegangen, nach ursprünglich angekündigten 11 bis 13 Prozent.

Als Grund für die Senkung nannte SLM weitere Verzögerungen bei Aufträgen. Zudem habe SLM, um das Umsatzziel noch zu erreichen, „erhebliche Zugeständnisse bei verschiedenen Vertragsparametern“ gewähren müssen. Dies würde aus „Sicht des Vorstands jedoch keiner nachhaltigen Unternehmensstrategie“ entsprechen und sei dem langfristigen Unternehmensinteresse abträglich. Die grundsätzliche Nachfrage nannte Vertriebsvorstand Axel Schulz „ungebrochen hoch“.

SLM steckt schon seit seit einiger Zeit in Schwierigkeiten. Nach der letzten Gewinnwarnung Anfang September hatte Vorstandssprecher und Finanzchef Uwe Bögershausen seinen Abschied angekündigt. Der Ex-TecDax-Konzern schied im September aus dem Index aus.

Die größten Anteile am Unternehmen hielt zuletzt der Hedgefonds Elliott von US-Investor Paul Singer mit gut 21 Prozent. Singer war im Rahmen eines Übernahmeversuchs durch den US-Konzern General Electric bei dem Unternehmen eingestiegen, das Hickhack um den letztlich gescheiterten Verkauf hatte das Unternehmen in der Folge stark belastet.

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