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Maschinenbau Heidelberger Druck verkleinert den Vorstand

Technik-Chef Stephan Plenz verlässt das Unternehmen im Juni 2020. Heideldruck meldet für das Quartal einen Gewinnsprung.

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Heidelberger Druckmaschinen verkleinert den Vorstand Quelle: dpa

Heidelberger Druckmaschinen macht beim Sparen auch vor der Chefetage nicht Halt. Der Vorstand werde im Zuge der digitalen Transformation verkleinert und Technik-Chef Stephan Plenz verlasse das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen zum Ende seines Vertrags im Juni 2020, teilte Heideldruck am Mittwoch mit. Das Ressort soll künftig von Konzernchef Rainer Hundsdörfer geleitet werden.

Dieser konnte einen Gewinnsprung im Quartal präsentieren und verteidigte erneut seine Pläne beim Weltmarktführer für Bogenoffsetdruckmaschinen: „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass unsere grundsätzliche Strategie stimmt“, so Hundsdörfer. Der Anteil des Vertragsgeschäfts steige, immer mehr Kunden setzten auf digitale Lösungen.

Im zweiten Quartal (2019/2020) profitierte das Unternehmen vor allem in den USA und China von einer steigenden Nachfrage in seinem Kerngeschäft Bogenoffset sowie vom Trend zur Digitalisierung. So schnellte der operative Gewinn (Ebitda) vor Restrukturierungskosten in den Monaten Juli bis September um 28 Prozent auf 55 Millionen Euro in die Höhe.

Der Umsatz kletterte um neun Prozent auf 622 Millionen und der Auftragseingang stieg um ein Prozent auf 648 Millionen Euro. Den Ausblick für das Gesamtjahr beließ Heideldruck unverändert, die Erlöse dürften also stagnieren.

Der Maschinenbauer hatte im Mai sein mittelfristiges Umsatzziel von drei Milliarden Euro aufgegeben und im Juli die Nettogewinnprognose auf Null gesenkt. Als Grund verwies das Management auf die Konjunkturabkühlung in Europa und globale Handelskonflikte.

Konzernchef Hundsdörfer musste Kritik für seine Umbaupläne einstecken. Er will das Geschäft mit Digitaldruckmaschinen und Subskriptionen für Verbrauchsmaterial ausbauen. Der Aktienkurs des SDax Unternehmens war im Juli erstmals unter einen Euro abgesackt. Am Mittwoch legten die Anteilsscheine rund zehn Prozent zu auf 1,31 Euro.

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