Medienbericht Siemens könnte Tausende Stellen streichen

Siemens erwägt angeblich den Abbau Tausender Arbeitsplätze. Nach einem Medienbericht könnten 10.000 Stellen betroffen sein.

Steht bei Siemens der Abbau von mehr als 10.000 Stellen bevor? Ein Konzernsprecher wollte sich nicht näher zum Bericht der 'Börsenzeitung' äußern. Quelle: dapd

Siemens prüft einem Bericht der „Börsen-Zeitung“ zufolge den Abbau tausender Arbeitsplätze. Im Rahmen eines für den Herbst bereits angekündigten Sparprogramms des Münchner Elektroriesen werde auch unweigerlich die Streichung von Jobs auf der Tagesordnung stehen, berichtet das Blatt ohne Angaben von Quellen. Festlegungen werde es voraussichtlich im Oktober oder November geben. Laut „Börsen-Zeitung“ könnten mehr als 10.000 Stellen betroffen sein. Ein Siemens-Sprecher wollte sich nicht näher zu dem Bericht äußern und verwies auf die Aussagen von Konzernchef Peter Löscher zum Thema Kosteneinsparungen.

Fujitsu streicht 400 Jobs
Fujitsu Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei". Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik. Bereits am Dienstag hatte der Konzern bekanntgegeben, in Großbritannien 1800 Jobs zu streichen. Das entspricht 18 Prozent der Belegschaft dort. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu künftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu. Quelle: REUTERS
Lufthansa Technik Quelle: dpa
DAK Gesundheit Quelle: dpa
EnBWDer Energieversorger baut weiter Stellen ab: Die Energie Baden-Württemberg werde sich aus dem Strom- und Gasvertrieb an Großkunden der Industrie zurückziehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Davon seien 400 Beschäftigte betroffen, denen ein Aufhebungsvertrag oder ein alternativer Arbeitsplatz im Konzern angeboten werde. Auch im Privatkundengeschäft, der Energieerzeugung und der Verwaltung steht demnach Stellenabbau bevor, der noch nicht beziffert wurde. In den vergangenen zwei Jahren waren bereits rund 1650 Stellen weggefallen. Quelle: dpa
Intel Quelle: REUTERS
Nokia Quelle: dpa
Der IT-Konzern IBM plant in Deutschland offenbar einen massiven Stellenabbau Quelle: dpa

Bei der Vorlage der Quartalszahlen im Juli hatte Konzernchef Peter Löscher die Investoren auf schlechtere Zeiten eingestimmt und das Jahresziel von mindestens 5,2 Milliarden Euro Gewinn aus dem fortgeführtem Geschäft unter Vorbehalt gestellt: „Angesichts des verschlechterten Umfelds ist es schwieriger geworden, unsere Prognose für das Geschäftsjahr zu erreichen.“ Löscher kündigte damals für den Herbst ein Programm an, mit dem der Konzern auf geringere Kosten und mehr Effizienz getrimmt werden soll. Fragen nach einem bevorstehenden Stellenabbau ließ der Vorstandschef offen.

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Dem Bericht zufolge gehört der Abbau von Arbeitsplätzen als fester Bestandteil zu den Überlegungen zum Sparprogramm. Siemens beschäftigt weltweit rund 410.000 Menschen, davon 129.000 in Deutschland. Bei Siemens war der Auftragseingang zuletzt zurückgegangen, vor allem in China und Europa. Großprojekte wie Kraftwerksbauten oder große Zugaufträge blieben aus. Die Investitionszurückhaltung der Kunden nehme zu, der Konzern spüre vor allem in den industriellen kurzzyklischen Geschäften stärkeren konjunkturellen Gegenwind, hieß es im Juli.

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