Mindestlohn-Kontrollen IG Bau hält Bürokratievorwurf für unberechtigt

Exklusiv

Die IG Bau hält die Kritik von Arbeitgebern und Union am bürokratischen Aufwand zur Kontrolle des Mindestlohns für überzogen.

IG BAU - Robert Feiger Quelle: dpa

"Ich glaube nicht, dass der Bürokratievorwurf berechtigt ist", sagte Robert Feiger, Chef der IG BAU und Gewerkschaftsvertreter in der Mindestlohn-Kommission, im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Am Bau haben wir eine lange Erfahrung mit Mindestlöhnen. Die Arbeitszeiterfassung läuft hier reibungslos.“

Die Kommission trifft sich am 27. Februar zum ersten Mal. Feiger rät, sich dort mit der Kritik auseinanderzusetzen. „Prinzipiell sollte sich die Kommission durchaus mit strukturellen Aspekten des Mindestlohns befassen. Wir müssen aber zunächst abwarten und mindestens sechs Monate Erfahrungen sammeln“, so Feiger.

Der Mindestlohn von derzeit 8,50 Euro soll erstmals 2017 steigen. Dabei hält Feiger offenbar eine vergleichsweise starke Erhöhung für wahrscheinlich. „Die jetzigen 8,50 Euro halte ich nicht für übermäßig hoch.“

Ausgangspunkt bei der Entscheidung sei ein Tarifindex des Statistischen Bundesamtes, der erfasst, wie sich die Löhne in der Gesamtwirtschaft zuvor entwickelt haben. „In unsere Überlegungen fließen aber auch die Inflationsrate und Wettbewerbs- und Konjunktureffekte des Mindestlohns ein“, so der Gewerkschaftsvorsitzende.

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