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Mission E Der Tesla-Jäger wird teuer für Porsche

Porsche hat ein Rekordjahr hinter sich. Für das neue Jahr ist der Sportwagenhersteller vorsichtiger – wegen der hohen Elektroinvestitionen.

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Elektromobilität: Porsche will sich nicht nach Tesla ausrichten Quelle: dpa

Stuttgart Den Sportwagenbauer Porsche belasten hohe Investitionen in die Elektromobilität. Fürs laufende Jahr ist die renditestärkste Marke des VW-Konzerns vorsichtig. „Für 2018 streben wir eine Stabilisierung von Umsatz und Auslieferungen auf diesem hohen Niveau an“, sagte Finanzchef Lutz Meschke.

Den nächsten Sprung erwarte Porsche, wenn mit dem Mission E der erste reine Elektrosportwagen des Hauses auf den Markt kommt. Der Tesla-Jäger soll ab dem kommenden Jahr verkauft werden. Derzeit baut Porsche in Zuffenhausen ein neues Werk für den Elektro-Sportwagen, von dem es auch weitere Derivate geben soll. Meschke setzte die Renditeerwartung für 2018 auf 15 Prozent. Die renditestärkste Automarke des VW-Konzerns ist damit gewohnt zurückhaltend.

Dabei hat Porsche auch im vergangenen Jahr die operative Rendite leicht von 17,4 auf 17,6 Prozent gesteigert. Sie ist damit mehr als viermal so hoch wie bei der VW-Kernmarke. Das operative Ergebnis verbesserte sich um sieben Prozent auf vier Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 23,5 Milliarden Euro. Porsche ist aus Renditesicht unverzichtbar für den VW-Konzern geworden. Jedes Jahr überweist das vergleichsweise kleine Stuttgarter Unternehmen Milliarden nach Wolfsburg.

Trotz der anhaltenden Dieselkrise hält man in Zuffenhausen am Diesel fest. Auch für den neuen Geländewagen Cayenne kündigte Vorstandschef Oliver Blume eine Dieselversion an, ohne einen genauen Zeitpunkt zu nennen.

Porsche hatte zuletzt einige Rückrufe bei den Dieselvarianten der Modelle Cayenne und Macan verkünden müssen. Die Probleme will der Sportwagenbauer mit einem Software-Update aus der Welt schaffen. Traditionell ist der Dieselanteil bei Porsche mit 12 Prozent allerdings relativ gering. Beim Panamera hat Porsche die Dieselversion bereits eingestellt. Porsche setzt da auf die höhere Nachfrage nach Hybrid-Fahrzeugen.

Darüber hinaus will Porsche in Zukunft deutlich mehr Geld jenseits seines Kerngeschäfts verdienen. „Wir müssen und werden Wachstumspotenziale neben dem eigentlichen Fahrzeuggeschäft schaffen“, sagte Finanzvorstand Lutz Meschke am Freitag in Stuttgart. „Mittelfristig wollen wir einen zweistelligen Prozentsatz unseres Umsatzes mit digitalen Diensten erwirtschaften.“

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