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Mylan und Perrigo Pharma-Hochzeit ist geplatzt

Zu wenig Aktien angeboten: Pharmahersteller Mylan kann die Perrigo-Aktionäre nicht für eine Fusion begeistern.

Der Pharmahersteller Mylan hat den monatelangen Kampf um Perrigo verloren und lässt seine Pläne für eine feindliche Übernahme fallen. Für die Offerte mit einem Volumen von 26 Milliarden Dollar fanden sich bis Freitag nicht genügend Perrigo-Aktionäre. Nach Angaben des Mylan-Managements wurden nur 40 Prozent der Anteilsscheine angeboten. Für einen Erfolg wären aber mindestens die Hälfte erforderlich gewesen. Mylan-Aktionäre reagierten auf die Nachricht erleichtert: Der Kurs stieg um mehr als 13 Prozent, während Perrigo-Papiere um knapp sechs Prozent nachgaben.

Die Pharmabranche ist gerade im Übernahmefieber. Erst im Juli kaufte der weltgrößte Generikaanbieter Teva für 40,5 Milliarden Dollar die Nachahmermedikamente von Allergan. Teva hatte ursprünglich Mylan Avancen gemacht. Der Kampf um Perrigo galt auch als Versuch der Mylan-Führung, dieses Vorhaben zu vereiteln. Perrigo wollte seinerseits zur Abwehr der feindlichen Übernahme die Spezialpharmafirma Endo International kaufen, scheiterte damit jedoch. Nun erwägt das in Irland ansässige Unternehmen mehrere kleinere Zukäufe.

Auch Mylan war am Freitag versucht, nach vorn zu schauen. Man sei gut aufgestellt, um andere Möglichkeiten zu nutzen, um den Wert des Unternehmens zu steigern, erklärte der Konzern. Er hatte vor acht Jahren die Generikasparte der Darmstädter Merck für 4,9 Milliarden Euro gekauft.

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