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Nach der RazziaDiese fünf unbequemen Fragen muss BMW-Chef Krüger bei der Bilanz-PK beantworten

BMW-Chef Harald Krüger präsentiert heute die Jahreszahlen des Münchener Autobauers – und muss sich nach der Razzia auch ungemütlichen Fragen stellen.Markus Fasse 21.03.2018 - 05:02 Uhr aktualisiert Quelle: Handelsblatt

Während der Bilanz-PK muss sich der BMW-Chef nach der Razzia unangenehmen Fragen stellen.

Foto: Reuters

Die Staatsanwaltschaft München dursuchte am Dienstag die BMW-Zentrale. Die Strafverfolger gehen dem Anfangsverdacht nach, BMW habe bei Dieselautos die Abgase per Software manipuliert und damit betrogen. Chef Harald Krüger hatte stets betont, bei BMW sei die Diesel-Abgasreinigung nicht manipuliert worden. Bei der Bilanz-Pressekonferenz stellt Krüger am Mittwoch die Jahreszahlen vor – und muss sich nun auch folgenden unangenehmen Fragen stellen.

1. Dieselaffäre – Panne oder Vorsatz?

BMW spricht von einer „Panne“: Irrtümlich sei auf 11.400 Autos eine Software gespielt worden, die eigentlich für andere Autos gedacht war. Im Ergebnis fahren die 11.400 Limousinen mit höheren Abgaswerten und müssen jetzt zurückgerufen werden. Krüger blieb bislang bei der Aussage, der Konzern habe kein „Defeat Device“, also keine Software, die bewusst Tests auf Prüfständen unterläuft. Die Staatsanwaltschaft München spricht aber von vom Verdacht einer „prüfstandsbezogenen Abschalteinrichtung“.

2. Wie konkret wird der Ausblick für 2018?

2017 war für BMW erneut ein Rekordjahr bei Absatz, Umsatz und Ergebnis. Wie wird 2018? BMW hat bereits angedeutet, den Absatz erneut steigern zu wollen, vor allem mit neuen Geländewagen wie dem X2 und dem X3. Doch wie konkret wird der Ausblick auf den Gewinn?

3. Wie will BMW Mitbewerber Daimler einholen?

Mercedes ist wieder Marktführer bei Premiumautos. Zur Zeit liegen die Stuttgarter auf Markenbasis um rund 200.000 Autos pro Jahr vorne. Krüger hat erklärt, den Erzrivalen bis 2020 wieder einzuholen. Wie will er das schaffen? Wie eng soll der Abstand Ende 2018 sein?

4. Wie wird Krüger mit Trumps Attacken umgehen?

Trump: BMW ist offenbar der erklärte Lieblingsgegner des US-Präsidenten. Wie im vergangenen Jahr sind die Münchener auch 2018 Ziel der Verbalattacken aus dem Weißen Haus, Trump droht mit hohen Strafzöllen auf Autos, die aus den BMW-Standorten in Deutschland in die USA geliefert werden. Krüger hatte im vergangenen Jahr mit Trump gesprochen und ihm erklärt, dass in South Carolina das größte BMW-Produktionswerk der Welt steht. Wie ernst nimmt Krüger die Attacken?

5. Wie wird BMW auf mögliche Fahrverbote reagieren?

Diesel Teil Zwei: Noch immer ist jeder zweite verkaufte BMW in Europa ein Selbstzünder. Was würden Fahrverbote in Deutschland für den BMW-Absatz bedeuten? Wie hoch ist das Risiko von Wertverlusten bei Leasingautos, die BMW in der Bilanz hat? Wie kann der Autobauer die Klimavorgaben der EU einhalten, wenn der vergleichsweise verbrauchsarme Diesel ausfällt?

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