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Nach Niedrigwasser Die Chemiebranche fordert einen Ausbau der Binnenwasserstraßen

Das Niedrigwasser im vergangenen Sommer setzt der Chemiebranche gehörig zu. Nun fordert die Branche Hilfe – doch diese ist umstritten.

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Um einen leistungsfähigen Transport auf Flüssen und Kanälen zu garantieren bedarf es einer ausreichend tiefen Fahrrinne. Quelle: dpa

Frankfurt Die deutsche Chemiebranche fordert auch angesichts von Niedrigwasser in Flüssen einen zügigen Ausbau der Binnenwasserstraßen. Die von diesem Donnerstag an in Saarbrücken tagende Verkehrsministerkonferenz müsse sich für leistungsfähigen Transport auf Flüssen und Kanälen einsetzen, forderte der Branchenverband VCI am Mittwoch in Frankfurt.

„Der schlechte Zustand der Infrastruktur und Niedrigwasser machen sich heute schon akut bemerkbar.“ So müssten Bodenwellen im Flussbett im Mittel- und Niederrhein etwa durch Bagger abgetragen werden, um eine ausreichend tiefe Fahrrinne für Schiffe zu garantieren.

Das sei zwar schon im Bundesverkehrswegeplan verankert, bis zur Umsetzung würden aber noch einige Jahre vergehen. „Unsere Branche kann nicht auf den Sankt-Nimmerlandstag warten“, kritisierte Frank Andreesen, Vorsitzender des VCI Fachausschusses Verkehr.

Ferner seien Schleusen in die Jahre gekommen, fast ein Drittel müsste saniert oder ausgebaut werden. Die langen Wartezeiten dort gefährdeten die Versorgungssicherheit der Industrie, die von immer längeren Phasen mit Niedrigwasser betroffen sei.

Das Niedrigwasser wegen des trockenen Sommers 2018 hatte den Binnenschiffern große Einbußen gebracht. Da Schiffe kaum Wasser unter dem Kiel hatten, konnte die Branche weniger Waren transportieren, teils kam der Verkehr komplett zum Erliegen. Chemiekonzerne wie BASF, die Rohstoffe und Waren über den Rhein transportieren, litten unter höheren Transportkosten und Produktionsverlusten.

Fahrrinnenvertiefungen sind aber aus ökologischen Gründen umstritten. Das obere Mittelrheintal ist zudem Weltkulturerbe.

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