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Nach Schmiergeldskandalen Novartis heuert bisherigen Siemens-Ethikchef an

Novartis ist weltweit mit verschiedenen Bestechungsvorwürfen konfrontiert. Quelle: REUTERS

Seit Mai war der Posten des Ethikchefs bei Novartis vakant. Nun, nachdem der Pharmakonzern mit verschiedenen Schmiergeld-Vorwürfen konfrontiert wurde, holt er sich einen Siemens-Manager für Compliance an Bord.

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Der mit einer Reihe von Schmiergeldskandalen konfrontierte Schweizer Pharmakonzern Novartis hat einen neuen Ethikchef ernannt. Klaus Moosmayer übernehme am 1. Dezember die Funktion des Chief Ethics, Risk and Compliance Officers, wie der Arzneimittelhersteller aus Basel am Dienstag mitteilte. Er folge Shannon Thyme Klinger nach, die im Mai zur Chefjuristin (Group General Counsel) des Unternehmens befördert wurde.

Der 49-jährige Deutsche kommt vom Siemens, wo er seit Januar 2014 Chief Compliance Officer ist. Seine Nachfolgerin bei dem Münchener Industriekonzern wird Martina Maier. Die 51-Jährige leitet derzeit noch die Abteilung Kartellrecht bei Siemens. Moosmayer, der an der Universität Freiburg zum Doktor der Rechtswissenschaften promoviert wurde, hat Erfahrung mit Bestechungsfällen: In seine Zeit bei Siemens fällt die Bewältigung der Affäre um Schwarzgeld für Aufträge, die Siemens im Jahr 2008 rund 1,6 Milliarden Dollar kostete. Auch in die Affäre um die umstrittenen Lieferung von Siemens-Turbinen auf die annektierte Halbinsel Krim war Moosmayer eingeschaltet.

Moosmayers Vorgängerin Klinger folgte im Mai dem langjährigen Novartis-Chefjuristen Felix Ehrat nach, der wegen der umstrittenen Zusammenarbeit des Konzerns mit einer Firma von Michael Cohen, einem früheren Anwalt von US-Präsident Donald Trump, seinen Hut nahm. Novartis ist weltweit mit verschiedenen Bestechungsvorwürfen konfrontiert. Im Mai etwa beschloss das griechische Parlament in der Affäre um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen des Konzerns Ermittlungen gegen hochrangige Politiker. Die Beilegung von Affären hat den Konzern bereits Hunderte Millionen Dollar gekostet.

Der seit Februar amtierende Novartis-Chef Vasant Narasimhan hat ethisch korrektes Verhalten zu einer Top-Priorität erklärt. Moosmayer habe umfangreiche Erfahrungen in der Compliance und sei auf diesem Gebiet international anerkannt, erklärte Narasimhan. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass er als Teil meines Führungsteams eine wichtige Rolle dabei spielen wird, unseren Umgang mit Ethik, Risiko und Compliance weiter zu definieren und zu formen.“

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