
Düsseldorf Der russische Aluminiumkonzern UC Rusal tut alles, um sich von den US-Sanktionen zu befreien. Zu diesem Zweck räumt der Besitzer der Firma, Oleg Deripaska, seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender.
Wie das Unternehmen am Freitagnachmittag mitteilte, wird Deripaska seinen Posten mit sofortiger Wirkung räumen und sich bei der diesjährigen Aktionärsversammlung nicht erneut zur Wahl stellen.
Außerdem wird Deripaska seinen Anteil an Rusal-Aktien auf unter 50 Prozent reduzieren, um seinen Einfluss auf den Vorstand des Aluminiumriesen zu begrenzen.
Seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender soll Philippe Mailfait, der derzeit bei En+ im Aufsichtsrat sitzt, übernehmen.
Hintergrund der Maßnahmen sind Sanktionen, die die USA Anfang April gegen eine Reihe von Personen verhängt haben, die dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nahestehen – darunter auch Deripaska. Die Amerikaner werfen den Sanktionierten vor, versucht zu haben, den Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016 manipuliert zu haben.
Das Unternehmen musste einen heftigen Aktieneinbruch verkraften. Seit Anfang April hat die Aktie rund 40 Prozent verloren. Die Anleger reagierten allerdings am Freitag positiv auf die Mitteilung der Unternehmens. Die Aktien, die derzeit noch in Hongkong gehandelt werden, gewannen 4,5 Prozent.