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Nachahmermedikamente Merck will Biosimilar-Geschäft verkaufen

Erst 2012 ist der Pharma- und Chemiekonzern Merck in das Geschäft mit Nachahmermedikamenten eingestiegen, nun will das Unternehmen „Biosimiliar-Geschäft“ wieder verkaufen. Bislang erzielte Merck damit keine Umsätze.

Der Darmstädter Konzern befindet sich Vorstandschef Stefan Oschmann zufolge in „sehr weit fortgeschrittenen Verhandlungen“ für den Verkauf des Biosimiliar-Geschäfts. Quelle: dpa

DarmstadtDer Pharma- und Chemiekonzern Merck will sich von seinem Geschäft mit Nachahmermedikamenten biotechnologisch hergestellter Arzneien trennen. „Wir beabsichtigen, unser Biosimiliar-Geschäft zu verkaufen“, sagte Vorstandschef Stefan Oschmann am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz und bestätigte damit einen Reuters-Bericht. Bislang erziele Merck mit dem Geschäft noch keine Umsätze, es handele sich alles um Forschungsprojekte. Davon befindet sich das am weitesten entwickelte Produkt, eine Biosimilar-Version des Medikaments Humira, in der dritten und letzten Phase der klinischen Entwicklung.

Der Darmstädter Konzern befindet sich Oschmann zufolge in „sehr weit fortgeschrittenen Verhandlungen“, es werde ein komplexer Deal. Merck war 2012 in das Geschäft eingestiegen. „Wir sind da rein gegangen, als unsere Pipeline relativ mau ausgeschaut hat“, gestand Oschmann ein. Da diese nun wieder deutlich besser dastehe, habe das Unternehmen entschieden, sich wieder auf seine eigenen Pharma-Entwicklungen zu konzentrieren. Reuters hatte im vergangenen Oktober von Insidern erfahren, dass Merck den Verkauf seines Biosimilar-Geschäfts erwägt.

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