Neue Investoren für Wasserstoffnetz H2 Mobility soll mit 110 Millionen Euro ausgebaut werden

Der Ausbau des Netzes soll schneller vorangetrieben werden. Quelle: imago images / Rene Traut

Der Betreiber von Wasserstoff-Tankstellen H2 Mobility bereitet sich auf das Betanken von Lkw und Bussen vor. Ein neuer Investor soll beim Ausbau helfen.

  • Teilen per:
  • Teilen per:

Der deutsche Betreiber von Wasserstoff-Tankstellen H2 Mobility hat von Investoren 110 Millionen Euro für den Ausbau seines noch kleinen Netzes eingesammelt. Als neuer Geldgeber sei die weltweit größte Investitionsplattform für Wasserstoff Hy24 gewonnen worden, die 70 Millionen Euro beisteuere, erklärte das Unternehmen am Dienstag. Die Eigner – Air Liquide, Daimler Truck, Hyundai, Linde, OMV, Shell und Total – schießen 40 Millionen Euro zu.

Das bestehende Netz von 92 Tankstellen in Deutschland solle bis 2030 auf 300 erweitert werden. Mehr als 200 sollen Großanlagen zum Betanken von Lkw und Bussen sein. Damit wolle sich das Unternehmen auf den Hochlauf von schweren Fahrzeugen mit alternativen Antrieben vorbereiten, erklärte H2-Mobility-Chef Nikolas Iwan. Bis 2026 wolle die Firma profitabel sein, ergänzte er.

Brennstoffzellen-Antriebe mit Wasserstoff sind neben Batterien die Alternative für Dieselmotoren bei Nutzfahrzeugen. In der Europäischen Union müssen neue Modelle bis 2030 ihren CO2-Ausstoß um 30 Prozent gegenüber 2019 als Beitrag zum Klimaschutz senken.

Der Energiekonzern Eon hat mit dem australischen Multimilliardär Andrew Forrest einen riesigen Energiedeal zum Import von grünem Wasserstoff aus Australien geschlossen. Wer ist der Mann und wie schnell kann er liefern?
von Andreas Menn

Deutschland spiele mit dem größten Wasserstoff-Tankstellennetz weltweit eine Vorreiterrolle, erklärte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP). „Auf dem Erreichten wollen wir uns nicht ausruhen, sondern gemeinsam den Aufbau von Wasserstofftankstellen weiter vorantreiben.“

Der Beitrag von Hy24 sei die erste derartige Investition eines internationalen Investmentfonds in die Wasserstoffmobilität, erklärten die Unternehmen. Hinter Hy24 und dem hier genutzten Fonds „Clean H2 Infra Fund“ stehen französische Finanzinvestoren und Industrieunternehmen.

Glyphosatklage gegen Bayer „Die Definition von Wahnsinn“

Brent Wisner stieß 2018 die Glyphosatklagewelle gegen Bayer an. Er rätselt bis heute über die Strategie des Konzerns – und zeichnet ein düsteres Bild über die Zukunft des Chemieriesen.

Finanzen in der Beziehung Wenn das Gemeinschaftskonto zur Steuerfalle wird

Ein gemeinsames Konto wirkt wie der ultimative Vertrauensbeweis in einer Paarbeziehung. Doch steuerlich kann dieses Modell sehr riskant sein.

Hochbezahlte Junganwälte „Wer es bis zum Job in einer Großkanzlei bringt, ist härter als andere“

180.000 Euro Einstiegsgehalt, dafür ständige Erreichbarkeit und Nachtschichten: Wer schafft den Sprung in die Großkanzlei? Und was treibt diese Elite von Junganwälten an?  

 Weitere Plus-Artikel lesen Sie hier

Der Fonds hat eine Milliarde Euro eingesammelt und strebt ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro an. Mit dem Geld sollen in Amerika, Asien und Europa Produktion und Verteilung sauberen Wasserstoffs aus erneuerbaren Energien finanziert werden. Der Fonds wolle als Katalysator einer Wasserstoffwirtschaft in großem Maßstab fungieren, „um einen echten Wandel für unseren Planeten zu erreichen“, sagte Hy24-Fondsmanager Pierre-Etienne Franc.

Lesen Sie auch: Wie Norwegen zu Deutschlands grüner Tankstelle werden kann

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%