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Neue Ziele K+S will Kali- und Salzgeschäft integrieren

Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S will seine beiden Geschäftsfelder Kali und Salz integrieren und hat sich auf neue Ergebnisziele festgelegt. Auch eine Strategie stellt der Konzern vor.

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K+S will seine beiden Geschäftsfelder Kali und Salz integrieren und hat sich auf neue Ergebnisziele festgelegt. Quelle: dpa

Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S will seine beiden Geschäftsfelder Kali und Salz miteinander verschmelzen und so kräftig wachsen. Der Konzern solle künftig auf einzelne Kundengruppen wie die Agrar- und Chemie-Industrie ausgerichtet werden, teilte das Kasseler Unternehmen mit. Durch die Bündelung von Aufgaben in Produktion, Verwaltung, Einkauf und Logistik versprechen sich die Nordhessen ab Ende 2020 Synergien von mindestens 150 Millionen Euro jährlich. Für 2030 peilt K+S dann einen Betriebsgewinn (Ebitda) von drei Milliarden Euro an. Das entspricht fast dem Sechsfachen des operativen Gewinns im vergangenen Jahr (519,1 Millionen Euro).

K+S hat demnach insgesamt vier große Kundenbereiche im Blick: Neben Düngemitteln für die Landwirtschaft (Agriculture) und Chemikalien für die Industrie (Industry) steht das Geschäft mit Auftau- (Communities) und Speisesalzen (Consumers) im Fokus. Dabei sollen künftig verstärkt Produkte in den Mittelpunkt gestellt werden, die lukrativere Geschäfte versprechen und K+S von externen Faktoren unabhängiger machen - beispielsweise von den Weltmarktpreisen für Kaliumchlorid und dem Wetter. So soll der Umsatzanteil von Düngemitteln sowie von Auftausalzen nach und nach verringert werden, wie aus Präsentationsunterlagen für eine Investoren-Konferenz im Tagesverlauf hervorging.

Auch Akquisitionen sollen Teil der neuen Strategie sein. Ein Drittel des Wachstums für den bis 2030 angepeilten operativen Gewinn (Ebitda) von drei Milliarden Euro solle eventuell auch durch Zukäufe erfolgen, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Zu demselben Anteil sollten auch Innovationen und neue Geschäftsideen beitragen.

An den Märkten war wiederholt über einen Börsengang der Salzsparte spekuliert worden. Doch Reuters hatte in der vergangenen Woche von Insidern erfahren, dass ein solcher Schritt nicht zu den Plänen gehöre.

K+S-Chef Burkhard Lohr sprach dennoch von einer wichtigen Veränderung, die der Konzernumbau mit sich bringe. "Dies bedeutet auch einen Kulturwandel, denn die Perspektive auf unser Geschäft und die Art, wie wir zusammenarbeiten, wird sich verändern." Der Konzern mit seinen über 14.000 Mitarbeitern bekannte sich aber zugleich nicht nur zu den beiden traditionellen Rohstoffen Kali und Salz, sondern auch zu den deutschen und internationalen Produktionsstandorten.

Von dem Ziel, 2020 ein Ebitda von 1,6 Milliarden Euro zu erwirtschaften, musste sich Lohr im August verabschieden. Der Manager hatte die Erholung der Kalipreise zu optimistisch eingeschätzt. K+S ist der weltgrößte Hersteller von Salzprodukten, darunter auch der in den USA bekannten Marke "Morton Salt". Bei den Kali-Herstellern rangieren die Hessen weltweit auf Platz fünf.

Die K+S-Aktie legte vorbörslich zwei Prozent zu.

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