Novartis ist auf Kurs zur Erreichung der Jahresziele

Der Schweizer Pharmakonzern steigert den bereinigten Gewinn im ersten Quartal um neun Prozent. Die Zukunft der Generika-Tochter Sandoz ist offen.

  • Teilen per:
  • Teilen per:
Novartis Quelle: Novartis

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis liegt mit den Ergebnissen des ersten Quartals im Zielkorridor für die Jahresziele 2022. Von Januar bis März lagen die Verkaufserlöse bei 12,53 Milliarden Dollar (11,7 Milliarden Euro) und damit währungsbereinigt um fünf Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie der Baseler Arzneimittelhersteller am Dienstag mitteilte. Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn stieg um neun Prozent auf 4,08 Milliarden Dollar (3,81 Milliarden Euro).

Das Unternehmen ist damit auf Kurs zur Erreichung der Ziele für das Gesamtjahr: Wechselkursbereinigt sollen die Verkaufserlöse und der bereinigte Betriebsgewinn 2022 um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag steigen. Doch während die Verkaufserlöse im dominierenden Geschäft mit den patentgeschützten Medikamenten anziehen und der operative Gewinn überdurchschnittlich steigen soll, rechnet der Konzern bei der Generika-Tochter Sandoz mit einer Umsatzstagnation und rückläufigen Resultaten.

Unter dem Strich steigerte der Konzern den Gewinn im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel auf 2,22 Milliarden Dollar. „Novartis ist mit einem soliden Wachstum ins Jahr 2022 gestartet und profitiert von den wichtigen Wachstumsmarken im Markt“, sagte Vorstandschef Vasant Narasimhan. Wichtige Neueinführungen wie das Multiple-Sklerose-Mittel Kesimpta und der Cholesterinsenker Leqvio entwickelten sich gut. Die Entwicklungspipeline sei auf bestem Weg, mehr als 20 potenziell bedeutende Arzneien hervorzubringen, die bis 2026 zugelassen werden könnten.

Bei der Generika-Tochter Sandoz normalisiere sich die Geschäftsdynamik nach den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie weiter. Was mit dem Geschäft mit Nachahmermedikamenten geschehen soll, ließ der Manager allerdings weiter offen. Die strategische Überprüfung schreite voran und eine Entscheidung soll bis spätestens Jahresende fallen.

Für die Sparte lägen weiter alle Optionen auf dem Tisch, von einem Verbleib im Konzern bis zu einer Trennung. Sandoz trägt knapp ein Fünftel zum Umsatz der Gruppe bei, hinkt der Pharma-Division aber aber gerade bei der Rentabilität hinterher.

Novartis hatte Anfang April eine Reorganisation und stärkere Ausrichtung des dominierenden Geschäfts mit den patentgeschützten Medikamenten – genannt Innovative Medicines – auf den US-Markt angekündigt. Vom Umbau verspricht sich der Konzern Einsparungen von mindestens einer Milliarde Dollar. Das wird auch Arbeitsplätze kosten: CEO Narasimhan sprach von einem Stellenabbau im vierstelligen Bereich. Der Konzern hat weltweit mehr als 105.000 Beschäftigte.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%