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Ölpreis-Verfall Gewinn von Ölproduzent Rosneft bricht ein

Shell, BP, Exxon: Fast alle großen Produzenten kämpfen gegen den Preisverfall beim Öl. Die Krise trifft auch den russischen Staatskonzern Rosneft. Drastische Kostensenkungen sorgen dennoch für ein kleinen Quartalsplus.

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Rosneft trägt zu einem Drittel zur Ölförderung Russlands bei – Gewinneinbrüche bei dem staatlichen Konzern treffen den Staatshaushalt direkt. Quelle: Reuters

Moskau Der Ölpreisverfall hinterlässt bei Russlands größtem Produzenten Rosneft deutliche Spuren. In den letzten drei Monaten 2015 brach der Nettogewinn im Vergleich zum Vorquartal um 53 Prozent auf 53 Milliarden Rubel (687 Millionen Euro) ein, wie der führende börsennotierte Konzern der Branche am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz fiel um knapp acht Prozent auf 16 Milliarden Euro.

Im Gesamtjahr 2015 lag das Minus bei den Einnahmen ähnlich hoch bei 6,4 Prozent auf gut 66 Milliarden Euro. Dank Kostensenkungen schaffte Rosneft beim Nettogewinn allerdings ein Mini-Plus von zwei Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Auch seine Schulden konnte der Ölproduzent deshalb zurückfahren.

Der starke Preisverfall bei Rohöl geht vor allem auf das riesige Überangebot zurück. Das macht nicht nur Rosneft, das mehr als ein Drittel zur gesamten Ölförderung Russlands beiträgt, zu schaffen, sondern auch den anderen Ölmultis wie Royal Dutch Shell, Exxon oder BP, die ebenfalls mit Stellenstreichungen und Investitionskürzungen dagegen ankämpfen. BP ist mit fast 20 Prozent an Rosneft beteiligt.

Um den Ölpreis zu stabilisieren, hat sich Russland mit Saudi-Arabien, Katar und Venezuela im Grundsatz darauf verständigt, die Förderung auf dem Niveau vom Januar einzufrieren, wenn andere Produzenten sich ebenfalls daran beteiligen. Details sollen bei einem Treffen von Opec- und Nicht-Opec-Staaten am 17. April in Doha besprochen werden.

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