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Offerte von Monsanto Syngenta erteilt Übernahme erneut Abfuhr

Syngenta-Verwaltungsratspräsident Demare hat erneut die Offerte des Saatgutherstellers Monsanto zurückgewiesen. Doch der US-Konzern lässt nicht locker. Nun sucht der Agrochemie-Hersteller den Rückhalt seiner Aktionäre.

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Mitte April hatte Monsanto den dritten Anlauf innerhalb von vier Jahren zur Übernahme von Syngenta gemacht und einen Preis von 45 Milliarden Dollar geboten. Quelle: Reuters

Zürich/Frankfurt Im Abwehrkampf gegen die milliardenschwere Übernahmeofferte von Monsanto sucht der Agrochemiekonzern Syngenta den Rückhalt seiner Aktionäre. Das Schweizer Unternehmen werde in den nächsten Tagen Feedback von seinen größten Anteilseignern zu dem Angebot einholen, sagte ein Firmensprecher.

Syngenta-Verwaltungsratspräsident Michel Demare wandte sich am Dienstag in einer Videobotschaft an die Aktionäre und wies die Offerte des US-Saatgutherstellers Monsanto erneut zurück: „Wir sind einstimmig zum Schluss gekommen, dass der Vorschlag den Aussichten von Syngenta zu wenig Rechnung trägt“, sagte Demare in dem auf YouTube veröffentlichten Video. Unter den gegenwärtigen Bedingungen wäre es von Seiten des Verwaltungsrats „total verantwortungslos“, sich auf Verhandlungen mit Monsanto einzulassen.

Syngenta reagiert mit dem Vorstoß auf Kritik der eigenen Aktionäre. Profi-Investoren störten sich daran, dass die Basler sich in den vergangenen Tagen weigerten, die Offerte mit ihnen zu besprechen. Mitte April hatte Monsanto den dritten Anlauf innerhalb von vier Jahren zur Übernahme von Syngenta gemacht und einen Preis von 45 Milliarden Dollar geboten. Zuletzt hatten die Amerikaner eine zusätzliche Gebühr von zwei Milliarden in Aussicht gestellt, sollte eine Übernahme am Widerstand der Kartellbehörden scheitern.

Eine Erhöhung seiner Offerte hat der US-Konzern ohne Einblick in die Syngenta-Bücher ausgeschlossen, wie Reuters von einem Insider erfuhr. Die sechs größten Eigner von Syngenta sind US-Fonds, danach folgen der norwegische Staatsfonds und die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse. Monsanto will 449 Franken je Aktie zahlen – derzeit notieren Syngenta-Papiere bei 405 Franken.


Syngenta bekräftigt Renditeziele

Syngenta-Verwaltungsratschef Demare betonte, dass Rechtsberater des Unternehmens sich dreimal mit Monsanto-Vertretern getroffen hätten, um die kartellrechtlichen Bedenken der Schweizer dazulegen. Monsanto sei auf diese Bedenken nicht eingegangen und habe keine Lösungen vorgeschlagen.

Die Offerte sei zu einem Zeitpunkt gekommen, als der Aktienkurs kurzfristig wegen der Währungsschwäche in Schwellenländern und tiefer Rohstoffpreise belastet gewesen sei. „Darum denken wir, dass die Aussichten von Syngenta im Aktienkurs nicht richtig widergespiegelt wurden.“ Den Aktionären stellte Demare eine „spannende“ Zukunft in Aussicht. Der Verwaltungsrat sei „sehr enthusiastisch“, was die aktuelle Pipeline an Pflanzenschutzmitteln betreffe. „Wir haben klare Pläne, wie wir unsere Margen im Saatgutgeschäft erhöhen wollen“, warb Demare. Er sei zuversichtlich, dass Syngenta seine Wachstumsziele sowie eine operative Rendite (Ebitda-Marge) von 24 bis 26 Prozent bis 2018 erreichen könne.

Sollte Monsanto oder „irgendeine andere Partei“ in Zukunft einen neuen Vorschlag machen, sei der Verwaltungsrat verpflichtet, diesen zu prüfen. Es müsse zudem hohe Gewissheit bestehen, dass die Transaktion vollzogen werden könne und es müsse eine volle Kompensation für den Fall eines Scheiterns aus kartellrechtlichen oder anderen Gründen geben.

In letzterem Fall seien die kommerziellen und organisatorischen Konsequenzen enorm. Die von Monsanto bislang dafür vorgeschlagene Gebühr von zwei Milliarden Dollar genüge dafür „nicht im geringsten“.

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