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Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann plant Fusion mit Nexter

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Kooperation könnte Nachteile für Rheinmetall bringen

Bisher machten sich die Rüstungskonzerne diesseits und jenseits des Rheins kräftig Konkurrenz: Erst im April 2013 setzte sich KMW im Ringen um einen milliardenschweren Panzer-Auftrag aus Katar gegen die französische Konkurrenz durch. Das Familienunternehmen wird nun 62 Kampfpanzer des Typs Leopard 2 und 24 Panzerhaubitzen in den Wüstenstaat liefern. Auch Saudi-Arabien hat Interesse an über 200 Leopard-Panzern angemeldet.

Eine Kooperation zwischen KMW und Nexter könnte nach Einschätzung von Wehr-Experten Nachteile für Rheinmetall bedeuten, den angestammten Partner von Kraus-Maffei bei zahlreichen Rüstungsvorhaben. Die beiden Konzerne produzieren gemeinsam unter anderem den neuen Schützenpanzer Puma und den Radpanzer Boxer für die Bundeswehr. Der Staatskonzern Nexter stellt den Kampfpanzer Leclerc, das Artilleriegeschütz Caesar sowie Rad- und Schützenpanzer, Sturmgewehre und Munition her. "Nexter, KMW und ihre Eigentümer bewerten ihren Schritt als entscheidend für die Konsolidierung der wehrtechnischen Industrie Europas", erklärten die Unternehmen. "Ihre gemeinsame strategische Neuaufstellung ermöglicht den Erhalt von Arbeitsplätzen und Kompetenzen im Kern der Europäischen Union." Die Produktportfolios beider Unternehmen und ihre regionalen Präsenzen auf dem Weltmarkt ergänzten sich nahezu ohne Überschneidungen.

Industrie



Die französische Regierung erklärte, der internationale Wettbewerb in der Branche erfordere den Aufbau einer schlagkräftigen Gruppe. Diese könne dann mit einem erweiterten Produkt-Angebot und umfangreicherer Expertise punkten, teilten das Finanz-, Wirtschafts- und Verteidigungsministerium mit.

Die bisherigen Alleingesellschafter der beiden Unternehmen erhalten nach eigenen Angaben je 50 Prozent der Aktien der neuen Holding. Die Führungsstruktur der Holding-Gesellschaft werde die Balance zwischen den beiden Gesellschaftern wahren, erklärten die Firmen. Zieltermin für den Zusammenschluss sei das Frühjahr 2015. In der Zwischenzeit wollen sich beide Partner gegenseitig in die Bücher schauen. Vor dem Vollzug des Zusammenschlusses müssten die erforderlichen Genehmigungen vorliegen.

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