Pharmaindustrie Medikamentenfälscher sollen abgehört werden

Exklusiv

Wegen des Auftauchens gefälschter Medikamente in Internet-Apotheken und zunehmend auch regulären Apotheken will die Hamburger Justizsenatorin Jana Schiedek (SPD) gegen Fälscher auch per Telefonüberwachung vorgehen.

Eine Apothekerin nimmt ein Medikament aus dem Regal Quelle: dpa

Bei der Justizministerkonferenz der Länder am 6. November will Schiedek eine Bundesratsinitiative gegen Produktpiraterie vorstellen, bei der gefälschte Arzneimittel im Mittelpunkt stehen. "Wir müssen die abschreckende Wirkung des Strafrechts erhöhen und die Ermittlungsmöglichkeiten der Staatsanwaltschaften verbessern", fordert Schiedek in der WirtschaftsWoche. So sollen Fahnder beim Verdacht auf Produktpiraterie die Möglichkeit bekommen, Telefone anzuzapfen.

Anders ist den Fälscher offenbar kaum auf die Spur zu kommen. Wegen der gigantischen Profite sind zunehmend die Mafia und osteuropäische Banden in das Geschäft eingestiegen. "Die Gewinnspannen im Handel mit illegalen Arzneimitteln liegen häufig bei mehreren Hundert bis über Tausend Prozent. Sie sind ein lukratives Geschäft, das die Gewinne aus der Rauschgiftkriminalität bei Weitem übertrifft", sagt Norbert Drude, Präsident des Zollkriminalamtes in Köln, der WirtschaftsWoche.

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