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Pharmakonzern Bayer scheitert im US-Verfahren um Chemikalie PCB

Drei Lehrern wurde wegen des Umweltgifts Schadenersatz in der Höhe von 185 Millionen US-Dollar zugesagt. Bayer will sich wehren und Berufung einlegen.

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Das Umweltgift PCB soll für Hirnschädigungen verantwortlich sein, lauteten die Klagen. Quelle: dpa

Bayer hat im US-Rechtsstreit über die seit Jahrzehnten verbotene Chemikalie PCB eine Niederlage erlitten. Eine Geschworenen-Jury sprach in der Nacht zum Mittwoch in Seattle drei Lehrern Schadenersatz in Höhe von insgesamt 185 Millionen US-Dollar (157 Mio Euro) zu, die das Umweltgift für Hirnschädigungen verantwortlich machen. Wie bei anderen Rechtsfällen könnte der zuständige Richter die Summe noch senken. Das Unternehmen, das die Einschätzung der Jury nicht teilt, erwägt Berufung.

Wie auch die milliardenschweren Rechtsstreitigkeiten rund um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat sind die PCB-Verfahren ein Erbe des US-Saatgutkonzerns Monsanto, den Bayer 2018 übernommen hatte. Wie Glyphosat ist das Thema PCB eine rechtliche Großbaustelle der Leverkusener.

So arbeitet Bayer an einer Einigung mit Klägern vor dem Bundesbezirksgericht in Los Angeles. Hier hatte der Richter im Mai eine Einigung wegen angeblich PCB-verseuchter Gewässer erneut zurückgewiesen. Er monierte unter anderem die Frist für die Einreichung von Ansprüchen, sagte aber auch, dass man sich einer Lösung nähere.

In den PCB-Verfahren wird Monsanto vorgeworfen, jahrzehntelang verheerende Folgen der toxischen Schadstoffe für Natur und Lebewesen verschwiegen zu haben. Polychlorierte Biphenyle (PCB) wurden in den USA 1979 verboten. In Deutschland dürfen sie seit Ende der 80er Jahre nicht mehr verwendet werden.
Mehr: Bayer stellt Zulassungsanträge für Krebsmittel Copanlisib in USA und EU

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