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Pharmakonzern Bayer streicht offenbar 4500 Stellen in Deutschland

Bayer plant offenbar den Abbau von etwa 4500 Arbeitsplätzen in Deutschland. Weltweit will der Pharmakonzern rund 12.000 Stellen streichen.

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Der Chemiekonzern könnte rund 14 Prozent der deutschen Belegschaft entlassen. Quelle: dpa

Leverkusen Bayer will im Rahmen einer zuvor angekündigten Stellenreduzierungen offenbar etwa 4500 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Damit solle das Unternehmen nach der Übernahme von Monsanto neu ausgerichtet werden.

Weltweit will der Pharmakonzern rund 12.000 Stellen streichen – das entspricht etwa zehn Prozent der gesamten Belegschaft. Nach der 62 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Monsanto soll so die Profitabilität des Unternehmens wieder gesteigert werden.

Bayer-Chef Werner Baumann steht unter Druck zu beweisen, dass die Übernahme von Monsanto das langfristige Wachstum antreiben werden. Ein Gericht San Francisco ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Unkrautvernichter Round-up der Glyphosat enthält maßgeblich zu der Krebserkrankung es Klägers Edwin Hardeman beigetragen habe. Bayer muss daher rund 80 Millionen Dollar an Schadensersatz zahlen, der Aktienkurs brach ein.

Insgesamt beschäftigt Bayer in Deutschland 32.100 Mitarbeiter. Mit dem Stellenabbau müssten 14 Prozent der Belegschaft gehen. Kürzungen im Heimatmarkt, wo der Kündigungsschutz stark ist, sind politisch sensibel und werden möglicherweise kostspielig sein.

Ein Bayer-Sprecher wollte sich zu den Stellenstreichungen nicht äußern.

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