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Pharmakonzern Boehringer kauft Schweizer Biotechfirma NBE für 1,18 Milliarden Euro

Der Pharmakonzern verstärkt sein Geschäft mit Krebstherapien. Boehringer Ingelheim kauft dazu das Schweizer Biotech-Unternehmen NBE Therapeutics.

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Das Familienunternehmen plant den größten Deal seit der Übernahme des Geschäfts mit Tiermedikamenten vom französischen Arzneimittelhersteller Sanofi 2016. Quelle: dpa

Boehringer Ingelheim baut sein Geschäft mit Krebsmedikamenten mit der Übernahme der Schweizer Biotechfirma NBE Therapeutics aus. Für den Zukauf werden bis zu 1,18 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt, wie Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern nach Bayer am Donnerstag mitteilte.

Damit wäre es für das Familienunternehmen der größte Deal seit der Übernahme des Geschäfts mit Tiermedikamenten vom französischen Arzneimittelhersteller Sanofi 2016. Für dieses hatte Sanofi im Tausch das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten von Boehringer und zusätzlich 4,7 Milliarden Euro erhalten. Es war der bisher bedeutendste Zukauf in der Firmengeschichte der Ingelheimer.

Zur Stärkung seines Krebsgeschäfts hat Boehringer in den vergangenen Jahren bereits einige Deals eingefädelt, darunter die Übernahmen der Biotechfirmen Amal Therapeutics und Vira Therapeutics. Die Baseler NBE hat sich auf neuartige Krebstherapien, so genannte Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, spezialisiert.

Die Wirkstoffe von NBE sind allerdings noch weit von einer möglichen Marktzulassung entfernt: Das am weitesten fortgeschrittene Präparat des Unternehmens befindet sich derzeit in frühen klinischen Phase-I-Studien und wird zum Einsatz bei Brustkrebs sowie anderen soliden Tumoren getestet.

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    Im Gesamtwert der Übernahme von 1,18 Milliarden Euro sind erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen an NBE bereits berücksichtigt. Das private Schweizer Unternehmen wurde in der Vergangenheit schon vom Wagniskapitalfonds von Boehringer finanziell unterstützt. Den Abschluss des Zukaufs erwartet der Konzern im ersten Quartal kommenden Jahres.

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