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Pharmakonzern Glaxo-Smithkline schließt Allianz mit Gentechnik-Experten

Der Pharmakonzern ruft ein neues Labor ins Leben. Dort soll der Einsatz der Genschere Crispr bei der Entwicklung neuer Medikamente erforscht werden.

Die Wissenschaftlerin ist eine der Mitentwicklerinnen des neuen Gentechnik-Verfahrens, mit dem DNA gezielt geschnitten und verändert werden kann. Quelle: AP

FrankfurtGlaxo-Smithkline verbündet sich mit der Universität Kalifornien zur Erforschung des Einsatzes der Genschere Crispr bei der Entwicklung neuer Medikamente. Zusammen mit der Universität will der britische Pharmakonzern ein neues Labor ins Leben rufen, das von einer Gruppe von Wissenschaftlern um Crispr-Pionierin Jennifer Doudna geleitet werden soll, wie Glaxo am Donnerstag mitteilte.

Doudna ist eine der Mitentwicklerinnen des neuen Gentechnik-Verfahrens, mit dem DNA gezielt geschnitten und verändert werden kann. Gene können eingefügt, entfernt oder ausgeschaltet werden. Glaxo investiert über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu 67 Millionen Dollar in das Projekt, das sich auf die Bereichen Immunologie, Krebs und Neurowissenschaften konzentrieren soll.

„Eines unserer Hauptziele ist es, dieses Feld insgesamt voranzubringen und diese Werkzeuge so breit wie möglich verfügbar zu machen“, sagte Jonathan Weissmann, einer der beteiligten Wissenschaftler. In dem neuen Labor soll erforscht werden, wie Genmutationen Krankheiten verursachen und neue Technologien entwickelt werden, die mit Hilfe von Crispr die Entdeckung neuer Arzneimittel deutlich beschleunigen.

Glaxo hatte seine Forschung in diesem Bereich bereits im vergangenen Jahr mit dem Einstieg bei der Gentest-Firma 23andMe verstärkt und sich damit den Zugang zu der riesigen DNA-Datenbank des von Google unterstützen Unternehmens gesichert.

23andMe hat weltweit mehr als fünf Millionen Kunden und verfügt damit über eine Fülle an Informationen über die Zusammenhänge zwischen Genen und Krankheiten. Auch Rivalen wie Roche und AstraZeneca setzen auf diesen Trend.

Mehr: Künstliche Intelligenz, Gentechnik und Big Data revolutionieren Forschung und Medizin. Die Innovationen wecken Hoffnungen, schüren aber auch Ängste.

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