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Pharmakonzern Merck will Versum-Aktionäre für sich gewinnen

Der Pharmakonzern ist bereit für die Versum-Übernahme. Nun fordert Merck die Aktionäre auf, gegen das Konkurrenzangebot von Entegris zu stimmen.

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Für die Übernahme bot der Pharmakonzern Versum 5,2 Milliarden Euro. Quelle: dpa

Darmstadt Der Darmstädter Merck-Konzern ist im Bieterwettbewerb um den US-Halbleiterzulieferer Versum nun bereit für eine feindliche Übernahme. Der Dax-Konzern wandte sich am Dienstag erneut an die Aktionäre von Versum, indem er ein vorläufiges Statement bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichte.

Merck forderte darin alle Anteilseigner dazu auf, auf einer künftigen außerordentlichen Hauptversammlung von Versum gegen das konkurrierende Angebot des US-Spezialchemiekonzerns Entegris zu stimmen. Merck sei überzeugt, dass die geplante Fusion zwischen Versum und Entegris „nicht die beste Option“ für die Aktionäre und dass das eigene Angebot von 48 Dollar je Versum-Aktie überlegen sei.

Merck hatte jüngst überraschend 5,2 Milliarden Euro in bar für Versum geboten. Der Halbleiterzulieferer soll das schwächelnde Geschäft der Darmstädter mit Spezialchemie stärken. Versum hatte sich jedoch schon im Januar mit Entegris auf eine vier Milliarden Dollar schwere Fusion per Aktientausch geeinigt und wies das Angebot von Merck ab. Daraufhin warben die Deutschen schon in einem Brief um die Aktionäre.

Merck-Chef Stefan Oschmann hatte auf der Bilanzpressekonferenz vergangene Woche betont, man sei entschlossen für die Übernahme von Versum. Man stehe „zu 100 Prozent“ dazu. Merck forderte nun erneut das Management von Versum zu Übernahme-Verhandlungen auf.

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