WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Pläne für 2014 Unternehmen wollen mehr Geld für Werbung ausgeben

Konzerne wie Unilever, Procter & Gamble und Co. rechnen mit steigenden Umsätzen und Erträgen und die Verbraucher zeigen sich unbeeindruckt von den NSA-Skandalen.

Wer wie viel in der Werbung verdient
Junior Art DirectorWerbeagenturen bewegen und verdienen viel Geld, aber auch in der bunten Werbewelt fängt beim Gehalt jeder klein an. Ein 27 Jahre alter Junior Art Director hat ein durchschnittliches Jahresgehalt von 28.967 Euro. Da in der Branche oft nach Leistung gezahlt wird, steigt das Gehalt mit den Dienstjahren. Das ist das Ergebnis einer Erhebung vom Onlineportal www.gehalt.de Ausgewertet wurden über 5.000 Datensätze. Quelle: Fotolia
blaue Bleistifte Quelle: Fotolia
Marketing-AbteilungGeregelte Arbeitszeiten gibt es in der Branche kaum, von den Mitarbeitern wird Flexibilität verlangt, Überstunden dürfen kein Fremdwort sein. Kreativ sein geht eben nicht nur in festen Arbeitszeiten. Die kreativen Köpfe, die sich um das Marketing kümmern und 30 Jahre alt sind, bekommen dafür durchschnittlich 34.306 Euro im Jahr. Quelle: Fotolia
ProjektmanagerDas Projektmanagement entscheidet, wer, was, wann und innerhalb welcher Deadline zu erledigen hat. Dafür bekommt ein 33-jähriger Projektmanager im Jahr durchschnittlich 38.063 Euro. Grundsätzlich gilt: Kleine Agentur, kleiner Verdienst, große Agentur, großer Verdienst. Quelle: Fotolia
Ein junge Frau tippt auf einer Computertatstatur für Linkshänder. Quelle: ZBSP
Ronneke Bosselaar shows the new Bluetooth wireless headset for mobile phones, built by Philips, at the Bluetooth CeBIT booth Quelle: AP
KonzepterAuch in der Werbebranche gibt es was das Gehalt betrifft, Unterschiede zwischen Ost und West. Bekommt ein Mann in Bremen 41.121 Euro pro Jahr, verdient er in Sachsen nur 32.741 Euro. Das höchste Gehalt bekommen die Werber in Baden Württemberg bezahlt, in Mecklenburg Vorpommern gibt es das schlechteste. Der Durchschnittskonzepter, 33 Jahre alt, verdient pro Jahr 41.622 Euro. Quelle: Fotolia

Der Name klingt und ist sperrig. Doch wenn die OWM, die Organisation Werbungtreibende im Markenverband, ihre Jahresprognose abgibt, lohnt sich das Hinschauen. Denn hinter dem unscheinbaren Kürzel verbergen sich mehr als 110 Mitgliedsunternehmen quer durch die deutsche Wirtschaft, die im Jahr mehr als 8,5 Milliarden Euro in Kommunikation und Werbung investieren. Geben sie sich optimistisch, kann das als ernst zu nehmender Gradmesser für die Wirtschaftsentwicklung gelten.

Pünktlich zur Jahrestagung schauen die OWM-Mitglieder – darunter Riesen wie Nestlé, Procter & Gamble, Otto und Unilever - mit viel Zuversicht auf das kommende Jahr. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen rechnet 2014 mit höheren Umsätzen als 2013. Zehn Prozent der Befragten gehen dagegen von sinkenden Umsätzen aus. Vornehmlich positiv sehen die werbenden Unternehmen auch die Ertragsentwicklung für 2014. Mit einer Verbesserung rechnen 41 Prozent. „Damit ist die Stimmung deutlich positiver als noch vor einem Jahr“, sagt Tina Beuchler, die frischgebackene Vorstandsvorsitzende der OWM.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für das kommende Jahr in Erwartung einer verbesserten Wirtschaftsentwicklung leicht angehoben. Die OWM-Mitglieder gehen davon aus, dass sie von dieser konjunkturellen Aufwärtsbewegung überdurchschnittlich profitieren werden. Joachim Schütz, Geschäftsführer der OWM, sagt: „Die meisten der Werbung treibenden Unternehmen sehen ihre eigene Entwicklung positiver als die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage.“

Grund für die guten Erwartungen ist vielerorts auch die Bilanz für das noch laufende Jahr: 54 Prozent der Mitgliedsunternehmen gaben an, dass sich ihre Umsätze besser als im Vorjahr entwickelt hätten. Nur bei 17 Prozent blieb das Geschäft hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt haben die OWM-Unternehmen laut der Befragung 2013 etwas weniger Geld in Werbung investiert als noch im Vorjahr: 44 Prozent gaben an, weniger in Reklame gesteckt zu haben, nur 36 Prozent gaben mehr aus. 2014 wollen die Unternehmen jedoch wieder mehr Geld in Werbemaßnahmen investieren: Mehr als die Hälfte plant ihre Budgets aufzustocken, ein Drittel will die Höhe der Etats unverändert lassen. Nur bei 14 Prozent, so die Umfrage, werden sich die Media-Ausgaben verringern.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%