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PlastikmüllexporteDeutscher Plastikmüll geht vor allem nach Malaysia

Nachdem China den Import von Plastikmüll eingeschränkt hat, werden andere ostasiatische Länder von europäischem Plastikmüll überflutet. Deutschland exportiert vor allem nach Malaysia. Das Land geht dagegen vor.Jacqueline Goebel 29.05.2019 - 15:03 Uhr

Malaysia will nicht recyclebaren Plastikmüll in die Herkunftsländer zurücksenden. Deutschland verschifft seinen Plastikmüll am häufigsten nach Malaysia.

Foto: dpa

Deutscher Plastikmüll wird nach wie vor in Massen nach Malaysia verschifft. Alleine zwischen Januar und März versendeten deutsche Exporteure 40.552 Tonnen Kunststoffmüll nach Malaysia. Damit ist das Land weiterhin der größte Importeur von deutschem Plastikmüll, noch vor den Niederlanden, Hong Kong und Indien. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes vor, die der WirtschaftsWoche vorliegen.
Im Vorjahreszeitraum hatte Deutschland 42.141 Tonnen Kunststoffmüll nach Malaysia exportiert. Damit sank die exportierte Müllmenge in den ersten Monaten diesen Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 3,8 Prozent.

Seitdem China Anfang 2018 den Import von Plastikmüll stark eingeschränkt hat, werden Malaysia und andere südostasiatische Länder von Plastikmüll aus Europa oder den USA überflutet. Statt ordnungsgemäß recycelt zu werden, landen die Abfälle oft in illegalen Fabriken oder Deponien. Auch Haushalts- und Gewerbemüll aus Deutschland sind in Malaysia illegal abgeladen worden, wie Recherchen der WirtschaftsWoche und des ZDF-Magazins „Frontal21“ im Februar bewiesen.

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Die malaysische Regierung will gegen die Müllberge vorgehen. Sie hat Importlizenzen für Kunststoffmüll eingeschränkt. Das malaysische Umweltministerium kündigte am Dienstag an, insgesamt 450 Tonnen Plastikmüll zurück in die Ursprungsländer und damit unter anderem in die USA, Kanada, Japan, Saudi-Arabien und China zu schicken. Wie sehr diese Maßnahmen wirken, ist unklar. Viele Container kommen illegal ins Land. Auf deutsche Exporte scheinen die neuen Regularien zumindest in den ersten Monaten des Jahres noch keine großen Auswirkungen gehabt zu haben.

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