Preisverfall bei Rohstoffen BDI warnt deutsche Firmen vor Blauäugigkeit bei der Rohstoffversorgung

Exklusiv

Vor künftigen Versorgungsengpässen bei wichtigen Rohstoffen warnt laut einem Bericht der WirtschaftsWoche der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI).

Tagebau zur Förderung seltener Erden in China Quelle: dpa

Die Unternehmen im Lande dürften angesichts des derzeitigen Preisverfalls an den internationalen Rohstoffmärkten nicht so blauäugig sein zu glauben, dass sie sich auf Dauer problemlos und günstig mit den benötigten Rohstoffen eindecken können. "Unter der Oberfläche nehmen die strukturellen Probleme eher zu als ab", sagte der BDI-Abteilungsleiter Sicherheit und Rohstoffe, Matthias Wachter, der WirtschaftsWoche. "Das sieht derzeit keiner, weil die Märkte mit billigen Rohstoffen überschwemmt werden."

Dass Konzerne wie der Rohstoffhändler Glencore, dessen Aktie jüngst mit wilden Kurskapriolen Schlagzeilen machte, oder dessen Wettbewerber BHP Billiton und Rio Tinto unter Druck geraten, kann deutsche Unternehmen nur kurzfristig freuen. Momentan können sie sich günstig mit Rohstoffen eindecken. Die Schwäche der Rohstoffmultis könnte jedoch auch zu weiteren Fusionen und Übernahmen führen. "Es besteht die Gefahr, dass es durch Konsolidierungen zu einer noch stärkeren Konzentration auf der Anbieterseite kommt", so Wachter gegenüber der WirtschaftsWoche. "Dann droht ein böses Erwachen."

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