Preisverleihung Best Innovator Das sind die innovativsten Unternehmen Deutschlands

Die WirtschaftsWoche und die Managementberatung A. T. Kearney haben die innovativsten Unternehmen Deutschlands gekürt. Fünf Beispiele zeigen, zu welchen Spitzenleistungen Mitarbeiter in der Lage sind, wenn Innovationsmanagement Chefsache ist.

Bilder zur Verleihung des "Best Innovator 2013"
Am 07. Februar wurden in Berlin die Gewinner des Best-Innovator-Wettbewerbes von A.T. Kearney und der WirtschaftsWoche gekürt. Dr. Bernhard Heitzer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Quelle: Christian Kruppa
v.l.: Preisträger Best Innovator 1. Platz, Dr. Günter Blaschke, CEO der Rational AG und Dr. Kai Engel, Partner von A.T. Kearney Quelle: Christian Kruppa
Best Innovator "1. Platz" - Rational AG v.L.: Roland Tichy, Chefredakteur WiWo, Dr. Günter Blaschke, CEO, Rational AG, Dr. Kai Engel, Partner, A.T. Kearney Quelle: Christian Kruppa
Michael Rohde, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH und Preisträger des 2. Platz während seines Vortrags. Quelle: Christian Kruppa
Best Innovator "2. Platz" - Maschinen Fabrik Reinhausen v.l.: Prof. Bullinger, Senator der Fraunhofer-Gesellschaft, Roland Tichy, Chefredakteur WiWo, Michael Rohde, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH und Dr. Kai Engel, Partner, A.T. Kearney Quelle: Christian Kruppa
Ein Gewinner des "Geteilten 3. Platz" - Dr. Fritz Faulhaber v.l.: Prof. Bullinger, Senator der Fraunhofer-Gesellschaft, Roland Tichy, Chefredakteur WiWo, Dr. Thomas Bertolini, Managing Director der Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG und Dr. Kai Engel, Partner, A.T. Kearney Quelle: Christian Kruppa
Die Gewinner und die Juroren v.l.: Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Senator der Fraunhofer-Gesellschaft, Dr. Werner Utz, CEO Uzin Utz AG, Dr. Thomas Bertolini, Managing Director der Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG, Michael Rohde, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH , Dr. Marita Paasch, Vice President Advanced Optics der SCHOTT AG, Dr. Günter Blaschke, CEO, Rational AG, Roland Tichy, Chefredakteur WiWo und Dr. Kai Engel, Partner, A.T. Kearney Quelle: Christian Kruppa

Hier hat der Chef selbst Hand angelegt: "Assembled by Günter Blaschke" steht auf dem Schild eines Dampfgarers, der vor ein paar Wochen die Montagehalle des Küchenherstellers Rational im bayrischen Landsberg verlassen hat. Zwar hatte ein Facharbeiter die Aufsicht, doch zusammengeschraubt hat den Dampfgarer der Rational-Vorstandsvorsitzende Blaschke persönlich. "Alle Führungskräfte müssen einmal im Jahr in die Produktion", sagt er, "das sorgt für Erdung an der Unternehmensspitze und steigert die Motivation der Belegschaft."

Durch Fokussierung immer ganz vorn

Nicht nur die Unternehmenskultur ist bei Rational anders als in den meisten Unternehmen. Der Küchenhersteller beschränkt sich mit seinen patentierten Dampfgarern auf nur eine Produktgruppe, mit Profiköchen auf nur eine Zielgruppe, und jedes Gerät wird von nur einem Mitarbeiter montiert: "Die Fokussierung senkt die Komplexität, die ganzheitliche Verantwortung der Mitarbeiter fördert deren Kreativität", sagt Blaschke, "dadurch sind wir technisch immer ganz vorn."

Das Innovationsmanagement von Rational hat die Jury des "Best Innovator"-Wettbewerbs überzeugt: Experten der Unternehmensberatung A. T. Kearney, des Bundeswirtschaftsministeriums, der Fraunhofer-Gesellschaft und der WirtschaftsWoche bestimmten den Mittelständler zum Gesamtsieger. Bereits zum zweiten Mal steht das Unternehmen auf dem Siegertreppchen ganz oben: Schon vor vier Jahren war Rational Sieger in der Gruppe Mittelstand.

Kunden gewinnen mit Kostensenkung

Den zweiten Platz im aktuellen Wettbewerb belegt die Maschinenfabrik Reinhausen in Regensburg, den dritten Platz teilen sich der Elektromotorenbauer Dr. Fritz Faulhaber im baden-württembergischen Schönaich und der Spezialchemiehersteller Uzin Utz in Ulm. Sieger beim Schwerpunktthema "Nutzung der Innovationskraft von Lieferanten" war der Mainzer Glasproduzent Schott. "Alle ausgezeichneten Unternehmen haben eine klare Innovationsstrategie, und die ist letztlich der Schlüssel für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg", lobt Kai Engel, Partner bei A. T. Kearney.

Kostensenkung ist das Hauptargument, mit dem Rational Kunden gewinnen will. "Unsere Geräte reduzieren den Energie- und Wasserverbrauch, benötigen wenig Platz, reduzieren die Garzeit und garantieren eine hohe Qualität der Speisen", sagt Blaschke. Auch die in Großküchen sonst üblichen Verluste, etwa durch verkochte Kartoffeln oder matschiges Gemüse, werden geringer. Das Unternehmen hat gut 1200 Mitarbeiter und ist mit einem Anteil von 54 Prozent globaler Marktführer unter den Profiküchen-Ausrüstern: Täglich werden weltweit 110 Millionen Mahlzeiten in den Geräten aus Landsberg zubereitet.

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