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Preisverleihung Best Innovator Das sind die innovativsten Unternehmen Deutschlands

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Ums Essen kümmert sich die Maschine

Zehn zufällige Erfindungen
LSD-Tabletten auf einer Hand Quelle: dpa
Mann legt Auflauf in die Mikrowelle Quelle: dpa
Eis am StielIn Kinderaugen das vielleicht beste Missgeschick aller Zeiten: 1905 vergisst der elfjährige US-Amerikaner Frank Epperson ein Glas Limonade mitsamt Löffel auf der Veranda. Am nächsten Morgen ist das Getränk gefroren, schmeckt aber trotzdem. 18 Jahre später lässt sich Epperson, mittlerweile Brausehersteller, die Idee patentieren. Nur kurze Zeit später legt der Amerikaner ebenfalls ein Patent vor – für gefrorenes Vanilleeis am Stiel. Quelle: dpa/dpaweb
Penizillinmoleküle von Fleming Quelle: AP
Viagra-Tabletten von Pfizer Quelle: dpa
FotografieDie Camera Obscura, der Vorläufer der Fotokamera, ist schon seit vielen Jahrhunderten bekannt. Aber nicht die Bilder, die sie erzeugt. Jacques Mandé Daguerre suchte vor über 170 Jahren nach einem Verfahren, um die flüchtigen Bilder festzuhalten. Er hatte bereits festgestellt, dass Bilder auf lange belichteten Silberplatten für eine kurze Zeit festgehalten wurden. Bei seinen Versuchen im Freien überraschte ihn ein Gewitter. Er legte eine belichtete Platte in einen Schrank in seinem Labor. Am nächsten Tag stellte er fest, dass das Bild noch zu erkennen war, weil zufälligerweise Quecksilberkügelchen in dem Schrank waren. Das Mittel zur Fixierung war gefunden. Die Daguerrotypie war das erste praktikable Fotografie-Verfahren. Quelle: GNU
Mann giesst Porzellan Quelle: dpa

Die sogenannten SelfCooking Center sind so groß wie ein moderner Doppelkühlschrank und werden in Kantinen und Krankenhäusern, bei Großcaterern etwa für Fluggesellschaften oder in Restaurants eingesetzt. Sie kombinieren zwei Methoden der Zubereitung: Dämpfen und Garen mit Heißluft, gesteuert werden sie von einer Software: Der Koch muss nur eingeben, was er wie zubereiten will, bei einem Grillhähnchen zum Beispiel "Geflügel" und "außen knusprig", "innen zart". Das reicht, den Rest regelt die Maschine. Und noch etwas macht die bis zu 35 000 Euro teuren High-Tech-Brutzler für die Kundschaft so attraktiv: Fleisch, Fisch, Geflügel, Gemüse und Desserts lassen sich gleichzeitig zubereiten – ohne dass der Pfannkuchen hinterher nach Fisch schmeckt.

Kunden und Köche sorgen für Innovation

Die Ideen für Verbesserungen oder neue Produkte kommen von den Kunden in aller Welt, vor allem aber aus dem eigenen Haus. Denn neben Ingenieuren, Softwareentwicklern und Ernährungswissenschaftlern beschäftigt Rational rund 300 Köche. "Damit haben wir die Kunden sozusagen im eigenen Haus", sagt Firmenchef Blaschke. Auch die Lieferanten, auf die rund 80 Prozent der Wertschöpfung entfallen, werden früh eingebunden, wenn Neuerungen anstehen. Das Konzept funktioniert. Die Bayern erwirtschafteten 2012 einen Umsatz von 430 Millionen Euro und eine Umsatzrendite von rund 30 Prozent.

Auch auf Platz zwei des Wettbewerbs steht ein Weltmarktführer, der sich auf ein hoch spezialisiertes Produktsegment beschränkt, dort aber seit Jahrzehnten extrem erfolgreich agiert: Die Maschinenfabrik Reinhausen (MR) ist mit einem Marktanteil von 45 Prozent der weltgrößte Hersteller sogenannter Stufenschalter zur Regelung von Transformatoren. "Rund die Hälfte des weltweit verbrauchten Stroms fließt durch unsere Schalter in den großen Netztrafos", sagt Geschäftsführer Michael Rohde, "ohne uns würde morgen das Licht ausgehen."

Transformatoren unterstützen die Energiewende

Die seit 1926 produzierten Spezialschalter für Hochspannungsnetze werden vor allem in den Umspannwerken der Überlandstromnetze benötigt und haben viel auszuhalten. In den Transformatoren wird die Spannung der Freileitungen – hierzulande zwischen 200 000 und 400 000 Volt, in Asien aber auch bis zu 800 000 Volt – in mehreren Stufen auf Steckdosenniveau heruntergeregelt. Die Schalter der Oberpfälzer sorgen dafür, dass die Netzspannung beim Endverbraucher konstant bleibt, obwohl im Tagesverlauf Stromverbrauch und -erzeugung stark schwanken.

Die Energiewende und die damit verbundene wachsende Produktion von Solar- und Windstrom haben die Anforderungen deutlich verschärft. "Als Folge haben nun auch die Spannungsschwankungen in den Ortsnetzen zugenommen, zum Beispiel, weil die Verbraucher heute selbst Strom einspeisen", sagt Rohde, "daraus ergeben sich auch auf dieser Netzebene ganz neue Anforderungen an die Regeltechnik."

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