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Preisverleihung Best Innovator Das sind die innovativsten Unternehmen Deutschlands

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Umweltfreundliche Produkte überzeugen

Patentanmeldungen in China
Chinesische Flagge Quelle: dpa
Sony-Gebäude Quelle: dpa
Amerikanische Flagge Quelle: dpa
Kia-Logo Quelle: Reuters
Ein Schild mit der Aufschrift "Patent" liegt auf mehreren Brokkoli Quelle: dpa
Produktionsband der Firma Heineken Quelle: Reuters
Eiffelturm

Zum Sortiment gehört alles, was Handwerker brauchen, um Fußböden mit Fliesen oder Teppichböden, Marmor oder anderen Materialien zu belegen: der sogenannte Vorstrich, um den Untergrund vorzubereiten, Spachtelmasse, um Unebenheiten auszugleichen, Klebstoffe, damit der Bodenbelag gut haftet, außerdem Geräte, um die Materialien zu verarbeiten oder um alte Teppiche zu beseitigen. Die Herausforderung dabei: Der Bodenbelag soll nicht nur fest haften, sondern gleichzeitig schall- und temperaturdämmende Eigenschaften haben und auch noch umweltfreundlich sein.

Vor allem die Vorzüge ökologischer Produkte waren der Hauptzielgruppe anfangs nur schwer zu vermitteln. "Unsere Kunden sind Handwerker, und die sind überwiegend konservativ und mussten erst überzeugt werden", sagt Utz. Zumal die neuen, umweltfreundlichen und lösungsmittelfreien Materialien anders verarbeitet werden müssen, weil sie länger zum Trocknen brauchen.

Innovation als Geschäftsmodell

Heute erzielt die Aktiengesellschaft rund 85 Prozent der Umsätze mit Produkten, die besonders emissionsarm sind und entweder den Blauen Engel oder das bei Handwerkern anerkannte sogenannte Emicode-Label EC 1 Plus tragen. "Unsere Vision ist es, Produkte zu entwickeln, die nahezu aus 100 Prozent nachwachsenden und natürlichen Rohstoffen bestehen", sagt der Unternehmenschef, "dabei arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen."

Beim Glashersteller Schott, dem fünften Gewinner im Wettbewerb, gehört Innovation seit der Gründung zum Geschäftsmodell. Der Mainzer Hersteller erzielt mit gut 17 000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2,9 Milliarden Euro Umsatz, hergestellt werden technische Gläser, Spezialgläser und Glaskeramik, fast ein Drittel der Umsätze wird mit Produkten erwirtschaftet, die maximal fünf Jahre alt sind.

Neuland betreten

Eines davon ist ein sogenannter Blauglasfilter, der in den Labors der Schott Advanced Optics entstanden ist. Der Geschäftsbereich stellt hoch qualitative Materialien und Komponenten für Optik und Lithografie her. "Entwicklung ist bei uns ausschließlich kundengetrieben", sagt Marita Paasch, Leiterin des Geschäftsbereichs. "Unser Vertrieb und Trendscouts helfen uns dabei, herauszufinden, was der Markt braucht."

Industrie



Die Blauglasfilter etwa wurden für die Hersteller von Digitalkameras entwickelt und stecken heute auch in den Minikameras von Smartphones oder Tablet-Computern. "Die Filter sorgen dafür, dass nur bestimmte Wellenlängen von Licht auf den Sensor gelassen werden", erklärt Paasch, "dadurch werden die Bilder klar und haben eine hohe Farbbrillanz. Nicht nur die richtige Rohstoffzusammensetzung für solche Gläser zu finden ist eine Herausforderung, bei der die Schott-Entwickler Neuland betraten. Auch die Produktion musste so aufgezogen werden, dass große Stückzahlen hergestellt werden konnten.

Ein gigantischer Aufwand für filigrane Produkte: Die 18 Zentimeter breiten, zwei Zentimeter dicken und je nach Wunsch unterschiedlich langen Rohgläser werden so fein geschliffen, dass sie am Ende nur noch knapp 200 Tausendstel Millimeter dick sind. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat eine Stärke von 70 Tausendstel Millimeter.

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