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Preisverleihung Best Innovator Das sind die innovativsten Unternehmen Deutschlands

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Zuverlässigkeit an erster Stelle

Maschinenfabrik Reinhausen Quelle: Presse

Die unscheinbaren, gleichmäßig brummenden Trafos der örtlichen Stromnetze müssen künftig wie ihre großen Brüder schon einmal 100 000 und mehr Schaltvorgänge im Jahr verkraften, und das bei Wind und Wetter, im Sommer wie im Winter. "Trotzdem sollen diese Transformatoren 40 bis 50 Jahre halten, wir sorgen mit unserer Technik dafür, dass es dabei keine Probleme gibt", sagt MR-Chef Rohde.

Rund zehn Prozent der insgesamt knapp 2300 Beschäftigten tüfteln im Unternehmen an neuen Produkten und Verbesserungen. Sechs Prozent vom Umsatz – 2012 knapp 550 Millionen Euro – fließen in Forschung und Entwicklung. Mit regelmäßigen Workshops werden die Lieferanten in den Innovationsprozess eingebunden, damit die Qualität stimmt. Das Prinzip hat sich bewährt: Trotz der hohen Belastungen halten die Schalter extrem lange. Viele sind seit mehr als 50 Jahren in Betrieb.

Spezialisierung auf das Kleinste

Zuverlässigkeit steht auch an erster Stelle, wenn der schwäbische Elektromotorenhersteller Dr. Fritz Faulhaber neue Produkte entwickelt. Das Familienunternehmen mit rund 92 Millionen Euro Umsatz liefert Komponenten für die Medizin- und Labortechnik, für Luft- und Raumfahrt und für Produktionsroboter. Beim "Best Innovator"-Wettbewerb hat das 1947 als Feinmechanische Werkstätten gegründete Ingenieurbüro den dritten Platz erreicht.

Das Unternehmen hat sich von Beginn an auf Miniaturantriebe spezialisiert. "Unser erstes Produkt war ein Motor für die Voigtländer Vitessa, die damals weltweit einzige Kamera mit automatischem Filmtransport", sagt Geschäftsführer Thomas Bertolini. Die heute angebotenen Motoren stecken in den Farbwerken von Druckmaschinen oder helfen beim Ausklappen der Sonnensegel von Weltraumsatelliten. Sie bewegen Märklin-Spielzeuglokomotiven oder stecken in Industrierobotern, die Platinen für Smartphones oder Tablet-Computer bestücken. "Unser kleinster Elektromotor hat gerade mal einen Durchmesser von 1,9 Millimetern und treibt unter anderem einen Ultraschall-Scanner für einen Herzkatheter an", sagt Bertolini.

Riesen Aufwand und viel Geduld

Für die Entwicklung der Winzlinge treibt das Unternehmen einen Riesenaufwand: 15 Prozent vom Umsatz fließen in Forschung und Entwicklung, wo 150 der knapp 570 Mitarbeiter arbeiten. Deren Bilanz kann sich sehen lassen: Von 74 in den vergangenen drei Jahren angeschobenen Projekten wurden 25 umgesetzt. Bis aus einer Idee ein marktreifes Produkt geworden ist, vergehen bis zu 30 Monate, bis damit Geld verdient wird, dauert es nochmals zwischen einem und zwölf Monate.

Auf dem dritten Platz zusammen mit Faulhaber ist Uzin Utz gelandet, ein Hersteller von Spezialchemikalien und Geräten für die Bodenbearbeitung. Das Unternehmen hat sich seit der Gründung 1911 vom regionalen Klebstoffhersteller zum weltweiten Komplettanbieter gemausert. "Wir sind Boden", sagt Werner Utz, Vorstandsvorsitzender der Aktiengesellschaft, die mit weltweit 900 Mitarbeitern 2011 gut 200 Millionen Euro Umsatz erzielt hat.

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