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Probleme bei ELG Haniel schraubt Prognose herunter

Weil der Rohstoffhändler ELG einen Umsatz- und Gewinneinbruch verbuchen musste, kürzt Haniel seine Gewinnprognose für 2015. Der operative Ertrag werde wohl sinken, heißt es.

Ein Haniel-Aktenordner Quelle: dpa

Die Duisburger Familienholding Haniel hat ein neues Sorgenkind: Der Rohstoffhändler ELG leidet unter dem stark gesunkenen Nickelpreis und verbuchte im Halbjahr einen Umsatz- und Gewinneinbruch. Die anderen Beteiligungen der Holding, zu denen unter anderem auch der Handelsriese Metro gehört, können das Minus nicht auffangen, wie Haniel am Montag einräumte.

Haniel-Chef Stephan Gemkow streicht deshalb die Ziele für 2015 zusammen. Bereinigt um Unternehmenskäufe und -verkäufe sowie Währungseffekte werde sich der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um etwa zehn Prozent verringern. Im April hatte Gemkow noch Wachstum im einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Auch der operative Ertrag werde wohl sinken, hieß es.

Die größten Gewinner und Verlierer im Handel
Marken mit der positivsten Entwicklung:Platz 1: Media-Markt Der Elektronik-Markt verbessert sich im Vergleich zur Studie 2012 am stärksten und zwar um 18 Plätze auf jetzt Rang elf. Vor zwei Jahren war die Metro-Tochter um 20 Plätze abgestürzt. "Zu den Verbesserungen haben die Rückkehr zu einer klaren Markenkommunikation, der Aufbau des Eigenmarkensortiments, die Investition in Zusatzservices und der Relaunch des Onlineshops beigetragen", schreibt Batten & Company. Quelle: obs
Marken mit der positivsten EntwicklungPlatz 2: Müller DrogeriemarktMüller ist mit einer Verbesserung um 13 Plätze auf jetzt Rang 20 der Aufsteiger unter den Drogeriemärkten. Der Umbau der Filialen zum „Erlebniskaufhaus“ steigert die Markenpräsenz und den Markennutzen. Zusätzlich trägt die Sortimentsprofilierung mit Fokus auf Naturkosmetik zur Differenzierung der Drogeriemarktkette bei. Weiteres Instrument zur Stärkung der Marke ist das hochwertige Magazin „Luxus“, das die höherwertigere Positionierung zwischen Drogeriemarkt und Parfümerie gegenüber dem Kunden erlebbar macht. Quelle: dpa
Marken mit der positivsten EntwicklungPlatz 3: EdekaEdeka ist der Überraschungssieger. Mit einer Verbesserung um fünf Plätze schafft es die Supermarkt-Kette nun im Gesamtranking auf Platz 2. "Nach dem Absturz in der letzten Studie wurde erfolgreich gegengesteuert", stellen Batten & Company fest. Edeka setzt seine klare und verbraucherrelevante Markenpositionierung konsequent um und zieht an den Konkurrenten Rewe und Aldi in Punkto Bedürfnisorientierung vorbei. Auch mit umfassender Filialoptimierung und konsequentem Markenauftritt hat Edeka gegenüber Rewe Boden gut gemacht. Quelle: dpa
Marken mit der positivsten EntwicklungPlatz 4: PennyDer Lebensmitteldiscounter macht gegenüber 2012 fünf Plätze im Ranking gut und schafft es damit auf Platz 27 der Gesamtauswertung. Quelle: dpa
Marken mit der positivsten EntwicklungPlatz 5: BonprixDer Mode-Online-Marktplatz verbessert sich gegenüber 2012 um vier Plätze auf nun Rang 31. Auch die Warenhaus-Kette Galeria Kaufhof schafft einen Sprung um vier Plätze nach vorne auf nun Rang 17. Damit entwickelt sich Kaufhof sehr viel positiver als Konkurrent Karstadt. Quelle: Screenshot
Marken mit der negativsten EntwicklungPlatz 1: KarstadtDer Warenhaus-Konzern verliert voll 17 Plätze gegenüber 2012 und landet nun abgeschlagen auf Rang 25. "Die Neuausrichtungsversuche kommen nicht bei den Kunden an", konstatieren die Studienautoren. Nach vorerst erfolgreich begonnenen Umstrukturierung und Erholung der Markenstärke 2012 stürzt Karstadt mit dem Verlust von 17 Plätzen erneut ab. Die versprochene Trendwende seit Übernahme durch Investor Berggruen und nun René Benko (Karstadt-Luxus und Karstadt-Sport) ist für die Kunden nicht zu spüren, das Angebot an Eigenmarken sowie der Onlineshop sind kaum bekannt. Weiterhin untergraben Negativschlagzeilen das Vertrauen und die Sympathie in das Unternehmen. Gleichzeitig macht Kaufhof seine Hausaufgaben wesentlich erfolgreicher und kann deutlich Boden im Wettstreit um die Kundengunst zwischen der etablierten Warenhäusern gut machen. Quelle: dpa
Marken mit der negativsten EntwicklungPlatz 2: HornbachDie Baumarktkette sackt um zwölf Plätze ab und belegt im Gesamtranking der führenden Handelsmarken nun nur noch Rang 34. Damit ist Hornbach allerdings nicht allein. Pleiten und der intensive Preiskampf in der Branche sorgen für Verunsicherung bei den Kunden. Das schlägt sich in gesunkenen Markenstärke und - nutzen aller untersuchten Baumarktketten nieder. Hornbach ist der größte Verlierer. Zwar konnten die Manager die Markenbekanntheit steigern. "Aber anstatt auf Kontinuität und Kernkompetenz zu setzen, bewirken Experimente in der Markenkommunikation geringere Markenklarheit und Uniqueness", schreibt Batten & Company. Der einzige Branchengewinner ist Hagebau, der mit Kontinuität und Fachkompetenz punktet. Quelle: dpa

Aus Furcht vor einer lahmenden Konjunktur in China gehen die Preise für Rohstoffe seit Wochen stark zurück. Allein Mitte August stürzte der Preis für Nickel, das zur Stahl-Herstellung benötigt wird, um über 15,4 Prozent ab. Der Rückgang schlug auch auf die ELG durch. Der Umsatz der Haniel-Gruppe schrumpfte im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf 1,982 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis sank um sechs Prozent auf 109 Millionen Euro.

Haniel hat bereits umfangreiche Aufräumarbeiten im Portfolio hinter sich, das neben dem Rohstoffhändler ELG und der Hygiene-Tochter CWS Boco auch Beteiligungen an den börsennotierten Handelsunternehmen Metro und Takkt umfasst. Hohe Abschreibungen auf Metro hatten die Duisburger 2012 tief in die roten Zahlen gerissen. Haniel packte die Entschuldung an, reduzierte die Anteile an Takkt und Metro und verkaufte den Pharmagroßhändler Celesio für zwei Milliarden Euro.

Familienoberhaupt Franz Markus Haniel legte zudem den Aufsichtsratsvorsitz bei Metro nieder, der Anteil an dem Handelskonzern soll bis 2020 auf rund 20 Prozent sinken. Die Duisburger Holding bescheinigte der Metro nun, durch die Veräußerung der Warenhaustochter Kaufhof bei der "strategischen Neuausrichtung einen weiteren Schritt vorangekommen" zu sein. Haniel rechnet deshalb mit Sondererträgen aus der Beteiligung für die zweite Jahreshälfte.

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