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Produktionsminus Maschinenbauer sehen bislang wenig Licht am Ende des Tunnels

ARCHIV - Kraftwerkstechniker montieren am 31.07.2013 in Bremen in einem Steinkohlekraftwerk eine Dampfturbinenanlage. Nach dem schwachen Vorjahr haben sich die Auftragsbücher der deutschen Maschinenbauer im Januar wieder gefüllt. Foto: Ingo Wagner/dpa (zu dpa «Guter Jahresstart: Auftragsbücher der Maschinenbauer füllen sich» vom 04.03.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Nach einem schwachen Jahr 2019 rechnen die deutschen Maschinenbauer mit einer Fortsetzung der Flaute. Der Branchenverband VDMA rechnet nach den Einbußen in den Auftragsbüchern auch 2020 mit einer längeren Durstrecke.

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Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltkonjunktur belasten die Geschäfte der Maschinenbauunternehmen. Die Kunden sind verunsichert. Deutschlands Maschinenbauer stellen sich deshalb auf anhaltenden Gegenwind im kommenden Jahr ein. Der Branchenverband VDMA bekräftigte am Dienstag seine Prognose, wonach die Produktion auch 2020 bereinigt um Preiserhöhungen (real) um zwei Prozent schrumpfen dürfte. Die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie leidet unter der Abkühlung Weltkonjunktur, globalen Handelsstreitigkeiten, sowie dem Strukturwandel in der Autoindustrie.

„Diese drei Entwicklungen waren maßgeblich dafür verantwortlich, dass Auftragseingänge und Produktion im Jahr 2019 deutlich unter das Vorjahresniveau gerutscht sind“, sagte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker in Frankfurt. In den ersten zehn Monaten sank die Produktion um real 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, die Bestellungen gingen um 9 Prozent zurück.

„Unsere Industrie steckt nicht in einer Krise, aber viele unserer Kunden sind verunsichert und verschieben oder stoppen derzeit ihre Investitionen“, erläuterte Welcker. Die Branche werde 2019 daher voraussichtlich mit einem Produktionsminus von 2 Prozent auf rund 218 Milliarden Euro abschließen nach zwei Wachstumsjahren in Folge. „Wir sind aber weit entfernt von irgendeiner Art von Weltuntergangsstimmung“, betonte der Verbandspräsident.

Zwar sieht der VDMA leichte Anzeichen einer Besserung. Doch „die aktuell zu beobachtende konjunkturelle Entspannung in Deutschland und auf wichtigen Auslandsmärkten ist nicht viel mehr als ein Ende des Abwärtsprozesses“, sagte Welcker. Die Branche hoffe zwar auf einen leichten Aufschwung und eine Belebung der Nachfrage. Für eine Entwarnung sei es aber zu früh, „denn die weltwirtschaftliche Entwicklung wird nach wie vor durch ein hohes Maß an Unsicherheit belastet“. Bis sich ein möglicher Anstieg der Nachfrage in der Produktion niederschlage, dauere es ohnehin eine Weile.

Bei den Beschäftigten ist die Flaute bislang nicht angekommen – im Gegenteil. Im September stieg die Zahl der Mitarbeiter in Firmen mit mehr als 50 Beschäftigten um 10.000. Die mittelständisch geprägte Branche ist den Angaben zufolge weiterhin größter industrieller Arbeitgeber in Deutschland mit mehr als einer Million Mitarbeitern. Damit dürfte vorerst allerdings der Höchststand erreicht sein, sagte Welcker. Jetzt werde es darum gehen, „die bestehende Mannschaft an Bord zu halten“. Mit einem radikalen Stellenabbau rechnet Welcker aber nicht.

Der VDMA-Präsident forderte, jetzt Regeln für die Kurzarbeit zu beschließen, die den Betrieben bereits in der Krise 2008/09 geholfen hätten. Notwendig sei unter anderem eine Ausweitung der Kurzarbeit auf 24 Monate. Den Angaben zufolge waren im Mai erst 6400 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen, im September seien es bereits 14 500 gewesen.

Kritik übte Welcker an der Klimapolitik der großen Koalition. Es handele sich um ein Sammelsurium von Einzelmaßnahmen, die nicht zusammen passten.

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