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P+S Schadenersatzklage zu Werftenpleite steht vor dem Aus

Wegen der Insolvenz der P+S-Werften drohte dem Beratungsunternehmen KPMG eine Millionenstrafe. Die Klage wird aber wohl abgewiesen.

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P+S Weften: Schadenersatzklage zur Pleite steht vor dem Aus Quelle: dpa

Hamburg, Stralsund Das Hamburger Landgericht wird eine Schadenersatz-Klage der Hegemann-Gruppe gegen das Beratungsunternehmen KPMG wegen der Millionenpleite der P+S-Werften voraussichtlich abweisen. Das machte die Vorsitzende Richterin, Carola Klaasen, in dem Zivilverfahren am Donnerstag deutlich.

Sie begründete die vorläufige Einschätzung der Kammer mit einer Unterbrechung der „Kausalitätskette“: Terminverzögerungen beim Schiffbau, Zahlungsausfälle oder Lieferschwierigkeiten seien Probleme, die man nicht KPMG zurechnen könne. Gleichzeitig machte sie aber auch deutlich, dass das KPMG-Sanierungsgutachten Mängel aufwies. Die endgültige Entscheidung fällt am 24. Januar 2019.

Die Schiffbaugruppe aus Bremen war nach Angaben des Gerichtes mit Darlehenssicherheiten bei der ostdeutschen P+S engagiert, die zur Jahreswende 2009/10 zur Verlängerung anstanden. Dies sei auf Grundlage eines positiven Sanierungsgutachtens von KPMG auch erfolgt. Hegemann wirft KPMG vor, für das Gutachten unrealistische Voraussetzungen angenommen zu haben. Das Unternehmen geht von einem Schaden in Höhe von mehr als 300 Millionen Euro aus.

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