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Quartalszahlen Fiat rechnet mit weniger Gewinn, GM bekommt Trumps Handelsstreit zu spüren

Fiat präsentiert schwache Quartalszahlen und kassiert seinen Ausblick. Die Aktien rauschen über zehn Prozent ins Minus. Auch der US-Autobauer GM schwächelt.

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Schleppende Verkaufszahlen in China machen Fiat-Chrysler zu schaffen. Quelle: AP

Mailand, Detroit Wegen enttäuschender Verkaufszahlen in China und einem schwachen zweiten Quartal muss Fiat-Chrysler seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten schrauben. Statt eines Jahresumsatzes in Höhe von 125 Milliarden Euro rechnet der US-italienische Autobauer nur noch mit einem Umsatz zwischen 115 und 118 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) werde zwischen 7,5 und acht Milliarden Euro liegen statt über 8,7 Milliarden Euro.

Nach Veröffentlichung der Zahlen brach der Aktienkurs von Fiat an der Mailänder Börse ein. Zwischenzeitlich verloren die Papiere mehr als zehn Prozent.

Überschattet wurde die Präsentation der Quartalszahlen von der Nachricht von Marchionnes Tod. Er war vor 14 Jahren an die Spitze von Fiat gerückt und hatte die italienische Marke vor dem Aus gerettet. Fünf Jahre später übernahm er den insolventen US-Autobauer Chrysler, den er später zu einer Ertragsstütze des Konzerns machte. Am Wochenende wurde Marchionne als Vorstandschef abgelöst, nachdem bei einer Operation Komplikationen aufgetreten waren und sich sein Gesundheitszustand überraschend verschlechtert hatte.

Neben Fiat-Chrysler offenbarte ein weiterer US-Autohersteller Schwächen. So bekommt General Motors die Folgen des von US-Präsident Donald Trump entfachten Handelsstreits zu spüren. Wegen höherer Rohstoffpreise und schwacher Währungen in Südamerika senkte der größte US-Autobauer seine Prognose für den Jahresgewinn.

Das Umfeld sei mit „beachtlichem Gegenwind“ herausfordernder als bisher, erklärte Finanzchef Chuck Stevens am Mittwoch. Für 2018 erwartet GM jetzt noch rund sechs Dollar Gewinn je Aktie gegenüber der ursprünglichen Prognose von 6,30 bis 6,60 Dollar. Der Konzern bezieht seinen Stahl von US-Produzenten, die ihre Preise wegen der höheren Einfuhrzölle auf Stahl erhöhten.

Neben gestiegener Rohstoffpreise verwies GM als Grund auch auf die Dollar-Stärke gegenüber den Währungen Brasiliens und Argentiniens. Im vorbörslichen Handel rutschten die Aktien um mehr als drei Prozent ab.

Das zweite Quartal schloss der Konzern schlechter ab als vor Jahresfrist, aber nicht so schwach wie von Analysten erwartet. Das Nettoergebnis lag bei 2,39 Milliarden Dollar im Vergleich zu 2,43 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Analysten hatten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet.

GM erklärte das maue Ergebnis mit Preiseffekten. Der Absatz lag im Zeitraum April bis Juni mit 2,1 Millionen Fahrzeugen knapp unter dem Vorjahresstand, auch der Umsatz blieb mit 36,8 Milliarden Dollar knapp hinter dem Erlös im Vorjahreszeitraum zurück.

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