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Quartalszahlen General Electric übertrifft Gewinnerwartungen – Inflationsdruck macht sich bemerkbar

Der Industrieriese profitiert von der Erholung in der Luftfahrt und von einem Auftragsboom in der Kraftwerkssparte. Sorgen macht der steigende Preisdruck.

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Der Konzern erzielte im zweiten Quartal mit bereinigt 425 Millionen Dollar wieder einen Gewinn. Quelle: AP

Der zunehmende Inflationsdruck macht dem US-Mischkonzern General Electric (GE) zu schaffen. „Wir sind natürlich nicht immun gegenüber diesem Druck, und wir werden im zweiten Halbjahr mehr davon sehen“, sagte GE-Vorstandschef Larry Culp am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Nachschubprobleme dürften sich bis ins Jahr 2022 ziehen. Der Konzern kämpfe dagegen unter anderem mit Preiserhöhungen, besseren Beschaffungswegen für Komponenten und Rohstoffe sowie einer höheren Produktivität an.

Ohne den Preisdruck wären die Quartalszahlen noch besser ausgefallen, sagte Culp. Immerhin schrieb der Konzern aus Boston im zweiten Quartal mit bereinigt 425 Millionen Dollar wieder einen Gewinn, nach einem Verlust von 1,2 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor.

Analysten hatten mit einem kleineren Gewinn gerechnet. Überraschend fiel auch der Mittelzufluss im Industriegeschäft (Free Cash-flow) mit 388 Millionen (2020: minus 2,1 Milliarden) Dollar positiv aus. Culp erhöhte deshalb die Erwartungen für den Cash-flow im Gesamtjahr auf 3,5 bis 5,0 (bisher: 2,5 bis 4,5) Milliarden Dollar. Die Kennziffer findet bei Investoren immer mehr Beachtung, weil sie gute Hinweise auf die Dividendenfähigkeit eines Unternehmens gibt.

Mut macht GE vor allem die frühe Erholung in der Luftfahrt-Sparte, die wieder schwarze Zahlen schrieb. Dort schossen die neuen Aufträge für Turbinen und Dienstleistungen im zweiten Quartal um 47 Prozent nach oben, der Umsatz stieg um zehn Prozent. Der größte Ertragsbringer von GE war schwer von der Krise im Flugzeugbau während der Corona-Pandemie gebeutelt worden.

Auch die Kraftwerkssparte erlebte einen Auftragsboom, vor allem bei Turbinen für Gaskraftwerke. In allen Sparten verbesserten sich die operativen Umsatzrenditen. Konzernweit sprang der Umsatz um neun Prozent auf 18,3 Milliarden Dollar, der Auftragseingang sogar um 33 Prozent auf ebenfalls 18,3 Milliarden.

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