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Quartalszahlen Tesla-Chef Elon Musk verschreckt die Anleger

Der Autobauer steigert den Umsatz und macht weniger Verlust, als erwartet. Doch nach einem skurrilen Gespräch mit Analysten fällt die Aktie.

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Tesla-Chef Elon Musk verschreckt die Anleger Quelle: Reuters

New York Die Quartalszahlen von Tesla sind mehr als ordentlich: Der Umsatz stieg in den vergangenen drei Monaten um 712 Millionen auf 3,41 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem Erlös von nur 3,28 Milliarden Dollar gerechnet.

Was Investoren auch gefiel: Obwohl Tesla die Produktion stark ausbaut, halten sich die roten Zahlen in Grenzen. Der Elektroautohersteller schrieb 710 Millionen Dollar Verlust beziehungsweise 3,35 Dollar pro Aktie. Das war weniger als die vorhergesagten 3,54 Dollar.

An Nachfrage mangelt es Tesla nicht. Das Problem beim neuen Model 3 ist die Herstellung. Tesla-Chef Elon Musk hatte zuvor eine Rate von 5000 Fahrzeugen bis Ende Juni versprochen. Vor rund zwei Wochen kündigte er an, das Modell rund um die Uhr produzieren zu wollen.

Im vergangenen April kam die Firma auf 2270 Model 3 pro Woche und sie hält weiter am Produktionsziel fest – trotz „der Schwierigkeit von akkuraten Vorhersagen“ aufgrund der „exponentiellen Natur“ der Produktionszunahme, wie Musk sagte.

Der Multi-Unternehmen ist bekannt für seine ungewöhnlichen Äußerungen. Die Schlagzeile „Tesla übertrifft Erwartungen“ der Medienseite Techcrunch kommentierte Musk am Mittwoch auf Twitter lapidar mit „La, la, la“. Zu diesem Zeitpunkt notierte die Aktie nachbörslich leicht im Plus. Doch nach einem ebenso skurrilen Kommentar im Gespräch mit den Analysten im Anschluss an die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse, rutschten die Papiere mehr als vier Prozent ins Minus.

Kurz zuvor erwiderte Musk die Frage eines Analysten zu Teslas Bruttomarge mit „Wir machen weiter mit Youtube. Diese Fragen sind so langweilig. Das macht mit fertig“. Anschließend beantworteten er und andere Führungskräfte statt einer gleich mehrere Fragen des Tesla-Fans und Youtubers Galin Russel.

Gegen Ende des Analysten-Gesprächs setzte Musk noch einen drauf. Laut Bloomberg gab er Anlegern den Rat, Aktien seines Unternehmens nicht zu kaufen, wenn sie ein Problem mit schwankenden Kursen hätten.

Fraglich ist, was letztendlich genau zu dem Kursrutsch geführt hat. Klar ist, dass die Reaktion auf die Zahlen trotz der geschlagenen Erwartungen weniger euphorisch ausfiel, als man meinen könnte. Das hatte einen bestimmten Grund: Tesla vernichtete wieder Rekordsummen an Bargeld.

In den ersten drei Monaten verbrauchte der Autobauer rund eine Milliarde Dollar, nachdem er im vierten Quartal 2017 nur 277 Millionen Dollar „verbrannt“ hatte, wie es im Wall-Street-Jargon heißt. Der Bargeld-Verbrauch fiel im jüngsten Quartal höher aus, als Analysten erwartet hatten.

Musk versuchte die Bedenken aufzufangen, und versprach für das dritte und vierte Quartal in diesem Jahr einen positiven Cash Flow. Rechnet man die Aktien für Bonuszahlungen heraus, soll Tesla laut GAAP-Bilanzierung auch schwarze Zahlen schreiben. Insgesamt will Tesla in diesem Jahr drei Milliarden Dollar ausgeben, „weniger als 2017 mit 3,7 Milliarden Dollar“.

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