Rauchverbot Camel-Mitarbeiter dürfen nicht mehr qualmen

"Camel" ist das Aushängeschild des US-Tabakkonzerns Reynolds. In der eigenen Firma wollen die Chefs den Zigarettenqualm aber nicht mehr riechen. Sie verhängen ein Rauchverbot für Mitarbeiter – mit wenigen Ausnahmen.

Im eigenen Büro dürfen die Camel-Mitarbeiter bald nicht mehr zur Zigarette greifen. Quelle: AP

Es klingt wie ein schlechter Witz: Ein Tabakkonzern verbietet seinen rund 5000 Mitarbeitern das Rauchen. Dennoch verfolgt das US-Unternehmen Reynolds, durch seine Marke „Camel“ weltweit bekannt, diesen Plan. In den Büros, den Konferenzräumen und den Aufzügen der Firmengebäude soll ab dem kommenden Jahr nicht mehr gequalmt werden dürfen. Für die Kantinen gilt das Rauchverbot bereits.

Mit dem Rauchen aufhören - so klappt es
Eine Frist setzenEine Deadline hilft, den Rauchstopp wirklich durchzuziehen. Wählen Sie ein Datum innerhalb der kommenden drei Wochen, aber beachten Sie dabei, dass es nicht ausgerechnet eine besonders stressige Zeit ist. Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg Quelle: dpa
Hilfe holenHolen Sie sich Unterstützung, sei es vom Hausarzt oder von Familie und Freunden. Auch das Rauchertelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet professionelle Hilfe. Eine Übersicht dazu gibt es hier. Quelle: dpa
Mit alten Gewohnheiten brechenFühren Sie sich nicht selbst in Versuchung: Werfen Sie am besten alle Rauchutensilien, seien es nun Pfeife, Feuerzeug oder Zigarrenspitze, weg. Machen Sie sich bewusst, in welchen Situationen Sie routinemäßig zur Zigarette greifen. Halten Sie dafür Ersatz parat, etwa einen Apfel, ein Glas Wasser, einen Kaugummi. Quelle: KNA
Meiden Sie Orte, die zum Rauchen animierenIn Kneipen, in der Raucherecke, im Dienstzimmer - meiden Sie Orte und Menschen, die Sie zum Rauchen animieren. Sprechen Sie lieber mit nichtrauchenden Freunden und lenken sich so ab. Quelle: AP
Entzugserscheinungen akzeptierenNikotin macht süchtig und Ihr Körper macht einen Entzug durch. Akzeptieren Sie Entzugserscheinungen wie Unruhe, Reizbarkeit und Unwohlsein als Teil des Prozesses. Meist gehen diese Symptome nach wenigen Minuten vorüber und verschwinden nach durchschnittlich zehn Tagen ganz. Führen Sie sich immer wieder die positiven Auswirkungen Ihres Rauchstopps vor Augen. Quelle: Fotolia
Medikamentöse UnterstützungProdukte wie Nikotin-Kaugummi, -lutschtabletten oder -pflaster können helfen, den Körper langsam zu entwöhnen und die Entzugserscheinungen so abzumildern. Es gibt auch verschreibungspflichtige Medikamente, die beim Rauchstopp helfen können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Quelle: dpa/dpaweb
Bewusste ErnährungBedenken Sie, dass Nikotin den Stoffwechsel beschleunigt. Fällt es weg, müssen Sie auf eine kalorienärmere Ernährung achten, wenn Sie nicht zunehmen wollen. Bei Heißhunger greifen Sie am besten zu Obst und Gemüse sowie zuckerfreien Kaugummis. Quelle: dpa
Sport treibenBewegung an der frischen Luft tut gleich mehrfach gut. Sie kurbelt den Stoffwechsel an, hebt die Stimmung und entspannt. Gehen Sie regelmäßig spazieren und zum Sport. Quelle: Fotolia
Belohnen Sie sichLegen Sie das Geld, das Sie nicht für Zigaretten ausgeben, zur Seite. Spendieren Sie sich davon selbst eine schöne Belohnung. Quelle: Fotolia
Freuen Sie sich über FortschritteSie meistern den Ausstieg - seien Sie stolz auf sich. Sie schaffen die Treppen nun ohne zu keuchen? Machen Sie sich die positiven Wirkungen bewusst, die Sie seit dem Rauchstopp spüren. Quelle: Fotolia

Amerikanische Medien wie die New York Times zitieren einen Unternehmenssprecher, der die Verbotspläne bestätigt und sagt, dass aber nicht alle Tabakprodukte verboten seien. So dürfen die Mitarbeiter weiterhin im Büro zur E-Zigarette oder dem Beutel Kautabak greifen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

Interessant klingt, wie Reynolds das Rauchverbot begründet: Man orientiere sich an den Realitäten der Gesellschaft, so der Sprecher. Kleiner Trost für die hauseigenen Kettenraucher: Es werden spezielle Indoor-Raucherräume eingerichtet. Das Verbot trete erst in Kraft, wenn diese gebaut seien.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%