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Rechtsstreit zwischen Batterieproduzenten Volkswagen will im US-Streit zweier Batterie-Bauer längere Schonfrist

Seit 2019 tobt ein Rechtsstreit zwischen den Batterie-Herstellern SKI und LG Chem. VW hofft, die E-Auto-Produktion in den USA trotzdem sichern zu können.

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SKI hatte dem größeren Rivalen LG Chem den Auftrag von Volkswagen zur Lieferung von E-Auto-Batterien in den USA 2018 abgejagt. Quelle: dpa

Im Rechtsstreit zwischen zwei südkoreanischen Batterie-Herstellern in den USA bittet Volkswagen die Behörden um ein Entgegenkommen zur Sicherung der E-Auto-Produktion. Der Wolfsburger Autobauer forderte am Freitag für seine US-Tochter eine längere Schonfrist für den Einkauf bei dem Lieferanten SK Innovation (SKI). Man sei ein Opfer des Streits geworden.

Die Internationale Handelskommission (ITC) der USA hatte sich in dem Fall auf die Seite des Batterieproduzenten LG Chem gestellt, der SKI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen verklagt hatte. Die ITC erlaubt SKI unter anderem nur noch den Import von Komponenten für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in den USA für Volkswagen für zwei Jahre, für den US-Autobauer Ford für vier Jahre.

Volkswagen beantragte nun, die Ausnahmeregelung auf mindestens vier Jahre zu verlängern, um eine angemessene Übergangszeit zu gewährleisten. Man hoffe aber, dass die beiden Zulieferer den Streit außergerichtlich beilegen, teilte der Konzern mit.

Hintergrund ist ein seit 2019 tobender Rechtsstreit zwischen den beiden Batterieherstellern. SKI hatte dem größeren Rivalen LG Chem den Auftrag von Volkswagen zur Lieferung von E-Auto-Batterien in den USA 2018 abgejagt.

Anfang 2019 begann SKI den Bau einer 1,7 Milliarden Dollar teuren Fabrik im US-Bundesstaat Georgia. Von dort sollen ab 2022 Batterien an das rund 200 Kilometer entfernte VW-Werk in Chattanooga geliefert werden. SKI will von Georgia aus auch Ford beliefern. Volkswagen und Ford hatten bereits vor Folgen des Streits für Produktion und Arbeitsplätze in den USA inmitten der Corona-Krise gewarnt.

Die Behörden in Georgia treibt bereits die Furcht vor dem Verlust von Jobs um. Gouverneur Brian Kemp bat deswegen den neuen US-Präsidenten Joe Biden am Freitag, das ITC-Urteil zu kippen, weil die Importbeschränkungen die Aussichten für das milliardenschwere SKI-Werk langfristig gefährdeten. Biden hat für eine Entscheidung darüber 60 Tage Zeit.

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