Rekord-Rüstungsgeschäft Litauen kauft 88 deutsche Radpanzer

Die deutsche Rüstungsindustrie profitiert von den Folgen der Ukrainekrise. Litauen ordert 88 Transport-Radpanzer. Es handelt sich um das größte Rüstungsgeschäft in der Geschichte der litauischen Armee.

Die Transportpanzer sollen die Streitkräfte des baltischen Nato-Landes stärken. Quelle: dapd

VilniusGroßauftrag für die deutsche Rüstungsindustrie: Litauen wird für 385,6 Millionen Euro 88 Transport-Radpanzer des Typs „Boxer“ vom Hersteller Artec (Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall) erwerben. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius am Montag nach Unterzeichnung des Kaufvertrags mit. Abgewickelt wird das größte Rüstungsgeschäft in der Geschichte der litauischen Armee über die europäische Rüstungsagentur (OCCAR).

„Dies ist eine langfristige Investition in die Verteidigung des Landes und ein Zeichen dafür, dass Litauen Sorge für seine eigene Sicherheit trägt und in sie investiert“, sagte Verteidigungsminister Juozas Olekas. Die Transportpanzer werden den Angaben zufolge den Anforderungen der Streitkräfte des baltischen Nato-Landes angepasst. Demnach sollen die Fahrzeuge mit einem 30-Millimeter-Geschützturm, Panzerabwehr-Raketen und Maschinengewehren ausgerüstet werden. Mit der Auslieferung soll Ende 2017 begonnen werden.

Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad, das frühere nördliche Ostpreußen, und sorgt sich angesichts der Ukrainekrise um seine Sicherheit. Die Ex-Sowjetrepublik rüstet daher ihre Armee massiv auf. Von Nato-Partner Deutschland bezieht die Regierung in Vilnius dazu bereits 21 Haubitzen aus den Beständen der Bundeswehr.

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